Eine Diskussion über die Nutzung von SB-Kassen in Deutschland zeigt gespaltene Meinungen und wachsende Akzeptanz. Laut einer YouGov-Umfrage nutzen knapp zwei Drittel der Menschen in Deutschland Selbstbedienungskassen. Gleichzeitig äußern viele Bedenken über den Verlust von Arbeitsplätzen.
In Deutschland ist jede 18. Kasse eine Selbstbedienungskasse. Im Jahr 2025 wird die Anzahl der SB-Kassen auf rund 38.650 geschätzt, mehr als doppelt so viele wie 2023. Dies ist ein signifikanter Anstieg, der mit dem veränderten Einkaufsverhalten der Verbraucher zusammenhängt.
Statistiken zur Nutzung von SB-Kassen:
- 19 Prozent der Kunden nutzen SB-Kassen immer.
- 43 Prozent nutzen sie manchmal.
- 68 Prozent der Self-Checkout-Nutzer nennen kürzere Wartezeiten als Hauptmotiv für die Nutzung.
Trotz der Vorteile gibt es auch Herausforderungen. 16 Prozent der Verbraucher haben in den letzten sechs Monaten mindestens einmal einen Supermarkteinkauf abgebrochen, weil die Schlange zu lang war. Rund 40 Prozent der Deutschen sehen Barzahlungen als die Zahlungsmethode, die Kassenschlangen am stärksten verlängert.
Die Abbruchquote bei Familien mit Kindern im Supermarkt liegt bei 29 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass lange Warteschlangen ein bedeutendes Problem darstellen können, das die Kundenzufriedenheit beeinträchtigt.
Marktleiter von Netto äußerten sich positiv über die Entwicklung: „Es ist ganz fantastisch, dass jemand reagiert.“ Nutzerin Karina sagte: „Ich stehe in der Mitte einer Streikschlange.“ Diese Aussagen verdeutlichen die gemischten Gefühle gegenüber der Technologie.
Die Diskussion um SB-Kassen wird weiterhin an Bedeutung gewinnen. Die Anzahl der Selbstbedienungskassen hat von weniger als 7.300 im Jahr 2021 auf rund 38.700 Ende 2025 zugenommen — eine klare Indikation für den Trend zur Automatisierung im Einzelhandel.