Die EU hat entschieden, sich nicht an möglichen militärischen Operationen im strategisch wichtigen Hormus zu beteiligen. Kaja Kallas, die Ministerpräsidentin Estlands, erklärte am 16. März 2026: „Das ist nicht unser Krieg“. Diese Aussage verdeutlicht die Haltung der EU, die trotz der angespannten Lage im Nahen Osten keine militärische Intervention plant.
Die EU erwägt zwar, die bestehende Operation ‚Aspides‘, die 2024 ins Leben gerufen wurde, um den Schiffsverkehr im Roten Meer und im Golf von Aden zu schützen, zu verstärken, jedoch wird das Mandat nicht auf den Hormus ausgeweitet. Dies zeigt die Zurückhaltung der EU, sich in einen weiteren Konflikt einzumischen.
Die Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Huthi-Miliz in der Region aktiv ist und bereits kommerzielle Schiffe angegriffen hat. Der Hormus ist eine kritische Handelsroute für den Transport von Öl und Gas, was die geopolitischen Spannungen weiter anheizt.
Donald Trump hat NATO-Verbündete kritisiert, weil sie nicht bereit sind, im Hormus zu helfen. Diese Kritik verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen die westlichen Länder stehen, wenn es darum geht, eine gemeinsame militärische Strategie zu entwickeln.
Der deutsche Kanzler Merz hat ebenfalls klargestellt, dass Deutschland sich nicht an militärischen Operationen im Hormus beteiligen wird. „Wir beteiligen uns nicht an diesem Krieg, das haben wir vom ersten Tag an gesagt“, so Merz.
Die Situation im Hormus hat bereits zu erheblichen Störungen der globalen Ölversorgung geführt, was die Preise über 100 Dollar pro Barrel steigen ließ. Diese wirtschaftlichen Auswirkungen sind für viele Länder von großer Bedeutung.
Die EU bleibt jedoch bereit, Unterstützung in Form von Satelliten- und Kommunikationsmitteln anzubieten, wie der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel anmerkte: „Wir sind gerne bereit, mit Satelliten und Kommunikationsmitteln zu helfen – aber bitte nicht mit Truppen und Maschinen“.
Die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Situation im Hormus bleibt bestehen. Details bleiben unbestätigt, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage weiterentwickeln wird.