AUDIO: Entscheidende Phase für den HSV in der Bundesliga (1 Minute)
2026 weiterhin ungeschlagen Mit Präzision und der Unterstützung des "zwölften Mannes": Der HSV möchte auch gegen Leipzig bestehen Stand: 01.03.2026 09:25 Uhr Heute Abend beginnt der HSV mit dem Spiel gegen den Champions-League-Kandidaten RB Leipzig seine englische Woche. Sowohl gegen die Sachsen als auch am Mittwoch im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen soll das Volksparkstadion dem Bundesliga-Neuling Auftrieb geben.
Nach dem öffentlichen Training am Mittwoch war Merlin Polzin wie gewohnt beschäftigt, Autogramme zu geben und für Selfies mit den Fans zur Verfügung zu stehen. Einer der Zuschauer kannte den HSV-Coach offenbar aus früheren Zeiten. "Erinnerst du dich noch an die 'West'?", fragte der Anhänger den Trainer. Mit der "West" bezog sich der Fan auf die frühere Westkurve des Volksparkstadions, wo Polzin in seiner Jugend fast jedes Spiel seines Lieblingsvereins verfolgte.
Vom „Ultra“ zum Trainer für den Aufstieg – diese filmreife Erzählung stammt von Polzin. Mit der Unterstützung der Fans, wie der 35-Jährige vor dem heutigen Duell gegen Leipzig (19.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) erneut mit viel Leidenschaft hervorhob.
"Wir sind uns bewusst, dass wir bei 100 Prozent Leistung sein müssen. Doch selbst diese 100 Prozent sind nicht immer genug. Fest steht jedoch, dass die Energie, die das Team auf den Platz bringt, durch die Unterstützung von den Rängen noch einmal erheblich gesteigert wird. Und dabei geht es nicht nur um die Nordtribüne, die beeindruckend ist, sondern auch um die anderen Tribünen. Sie tragen dazu bei, dass es nicht nur ein elf gegen elf ist, sondern dass noch viele weitere Hamburger und HSVer versuchen, die Punkte zu gewinnen", erklärte Polzin.
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Polzin: "Wir haben bewiesen, dass wir konkurrenzfähig sind"
Die Kraft des Volksparkstadions – sie hat dem HSV bereits zu Punkten gegen die Spitzenmannschaften aus Dortmund (1:1), Stuttgart (2:1) und Bayern München (2:2) verholfen. Jetzt sollen die RasenBallsportler aus Leipzig im Hamburger Fußball-Tempel ins Straucheln geraten.
"Wir sind äußerst dankbar und demütig, dass wir dieses Spiel erneut im Volkspark erleben dürfen", schwärmte Polzin zunächst über den bevorstehenden Gegner, um dann sofort kämpferisch hinzuzufügen: "Wir haben bereits bewiesen, dass wir in solchen Begegnungen mithalten und auch erfolgreich sein können – auf unsere eigene Art."
Mit der Aussage "auf unsere Art und Weise" bezog sich der Trainer auf die hohe Intensität, die sein Team aktuell vor heimischem Publikum zeigt. Eine Kombination aus Leidenschaft, taktischer Disziplin, cleverem Umschaltspiel und einer gesunden Portion Härte – so hat der Aufsteiger bereits 26 Punkte gesammelt (19 davon zu Hause).
Der HSV trifft auf RB Leipzig sowie auf Leverkusen und Wolfsburg.
Nach dem umfangreichen personellen Wandel im Sommer, den Polzin lieber als "Neugestaltung" bezeichnet ("Umbruch klingt immer so negativ"), ist die Mannschaft allmählich zusammengewachsen und hat sich insbesondere nach der Winterpause spielerisch stark verbessert. Die Leistungen finden auch in den Ergebnissen ihren Ausdruck: Der HSV ist nun schon seit sechs Spielen ungeschlagen.
Jetzt steht eine "besondere Woche" bevor, wie Polzin die Begegnungen gegen Leipzig, Bayer Leverkusen (Mittwoch, 20.30 Uhr) und den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) bezeichnete. "Wir sind sehr gespannt darauf", sagte der Trainer: "Unsere Motivation ist maximal, um die nächsten Schritte zu gehen." Das Motto für die kommenden 270 Minuten, ohne Nachspielzeiten, lautet: "Die Kräfte zu bündeln, um als Mannschaft erfolgreich zu sein", so der 35-Jährige.
Vuskovic kehrt nach seiner Gelb-Sperre zurück
Luka Vuskovic (r.) kehrt nach seiner abgesessenen Gelb-Sperre wieder in die Anfangsformation zurück.
Polzin kann auf alle Spieler zurückgreifen, abgesehen von den verletzten Albert Grønbaek, Albert Lokonga und Alexander Røssing-Lelesiit. Nach seiner abgesessenen Gelb-Sperre steht ihm auch Verteidiger Luka Vuskovic wieder zur Verfügung. "Es wäre keine Überraschung, wenn er wieder auf dem Platz steht", äußerte Polzin.
Selbstverständlich wird er den großgewachsenen und außergewöhnlich talentierten Kroaten erneut in die Startelf berufen. Wahrscheinlich muss Warmed Omari, trotz seiner soliden Leistung in der Vorwoche gegen Mainz (1:1), auf die Bank Platz nehmen. Vuskovic ist einfach viel zu herausragend, um ihn außen vor zu lassen. Er ist zudem viel zu gut für den HSV. Im Sommer wird es für ihn wohl zunächst zurück nach London zu den Tottenham Hotspur gehen, die ihn nach Hamburg ausgeliehen haben. Danach könnte es weiter zu einem europäischen Topverein gehen.
"Unser Ziel ist es, jeden Tag ein Stück besser zu werden"
So etwas ist der HSV derzeit nicht. Noch lange nicht. Doch vielleicht wird es irgendwann wieder so sein. Dank cleverer Transfers wie im Sommer und einem Trainerteam, das nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig plant und handelt.
"Unser Ziel ist es, täglich Fortschritte zu erzielen. Das mag wie eine leere Phrase erscheinen, doch für uns ist es entscheidend, nicht nur von Spiel zu Spiel zu denken, sondern auch von Trainingseinheit zu Trainingseinheit und von Analyse zu Analyse", sagte Polzin. "In all unseren Aktivitäten steckt viel Substanz und Überzeugung", fügte der 35-Jährige hinzu. Seine Ambitionen für die Gegenwart und die Zukunft lauten: "Wir streben danach, unsere Höchstleistungen zu erreichen, um im besten Fall auch die besten Ergebnisse zu erzielen."
Potenzielle Formationen:
Hamburger SV: Heuer Fernandes – Capaldo, L. Vuskovic, Torunarigha – Jatta, Vieira, Remberg, Muheim – Königsdörffer, Downs, Otele
RB Leipzig: Vandevoordt – Baku, Orban, Lukeba, Raum – Seiwald – Gruda, Baumgartner – Diomande, Romulo, Nusa
Der HSV trauert um die Torwartlegende Horst Schnoor. Mit dem HSV wurde Horst Schnoor deutscher Meister und DFB-Pokalsieger. Der gebürtige Hamburger ist am Mittwoch im Alter von 91 Jahren verstorben. Bundesliga: 1:1 in Mainz! Der HSV setzt seine Ungeschlagen-Serie fort. Die Hamburger bleiben auch im sechsten Spiel hintereinander unbesiegt. Beim Unentschieden erzielt Fabio Vieira einen Treffer per Freistoß.
Dieses Thema im Programm: NDR Info | Sport aktuell | 27.02.2026 | 17:48 Uhr