Key moments
RWE hat mit der Verlegung der ersten Röhre für die Rheinwasser-Transportleitung zum Tagebau Hambach begonnen. Ab 2030 soll das ehemalige Braunkohleabbaugebiet Hambach mit Rheinwasser geflutet werden, wodurch der Hambacher See der zweitgrößte See Deutschlands nach dem Bodensee werden wird.
Die Transportleitung wird 45 Kilometer lang sein und vom Rhein bei Dormagen zu den Tagebauen Hambach und Garzweiler führen. Die Fertigstellung der Leitung ist in etwa fünf Jahren geplant, und die Leitung wird unterirdisch verlegt und besteht aus etwa 10.000 Stahlrohren mit einem Durchmesser von 2,2 Metern.
Die Befüllung des Hambacher Sees soll bis etwa 2070 abgeschlossen sein. Lars Kulik, ein Sprecher von RWE, betont: „Wir schaffen neue Seen, sorgen für einen ausgeglichenen, sich selbst tragenden Wasserhaushalt im Rheinischen Revier und sichern den Erhalt der Feuchtgebiete im Norden von Garzweiler.“
Die Umweltschutzorganisation BUND NRW äußert jedoch Bedenken bezüglich der ökologischen Auswirkungen der Wasserentnahme aus dem Rhein. Andreas Heller, ein weiterer Sprecher, erklärt: „Dort, wo über Jahrzehnte der Tagebau die Landschaft geprägt hat, entstehen neue Räume für Natur, Freizeit und Lebensqualität.“
Die Tagebaue Inden, Hambach und Garzweiler sind noch in Betrieb und sollen im Zuge des Kohleausstiegs bis 2029 bzw. 2033 die Förderung einstellen. Diese Umstellung ist Teil der Bemühungen, die Umweltauswirkungen des Braunkohleabbaus zu minimieren und neue Lebensräume zu schaffen.
Die Pläne für den Hambacher See sind ein bedeutender Schritt in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung der Region. Beobachter erwarten, dass die Schaffung des Sees nicht nur ökologische Vorteile mit sich bringt, sondern auch neue Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten und Erholung schafft.
Details bleiben unbestätigt, insbesondere hinsichtlich der genauen ökologischen Auswirkungen und der langfristigen Pläne für die Region nach der Schaffung des Sees. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um die Auswirkungen dieser umfangreichen Projekte zu bewerten und sicherzustellen, dass die Umwelt geschützt wird.