Georg Baselitz, ein bedeutender zeitgenössischer Künstler, ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Er wurde 1938 als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz geboren. Baselitz zählte zu den wichtigsten Vertretern der neoexpressionistischen Malerei.
Er begann 1956 sein Kunststudium an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Ost-Berlin. 1963 erlangte er Bekanntheit mit seinen Gemälden „Die große Nacht im Eimer“ und „Der nackte Mann“. Seine Werke wurden oft als Protest gegen den kleinbürgerlichen westdeutschen Alltag verstanden.
Baselitz wurde international berühmt mit seinen auf dem Kopf stehenden Motiven. Diese Technik spiegelte seine Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte wider und beeinflusste die Kunstszene der 1960er-Jahre erheblich.
Wichtige Stationen in seinem Leben:
- 1956: Beginn des Kunststudiums in Ost-Berlin.
- 1963: Bekanntheit durch seine Gemälde.
- 2013: Umzug nach Salzburg.
- 2015: Erhalt der österreichischen Staatsbürgerschaft.
Er hinterlässt seine Frau Elke und zwei Söhne. Baselitz war einer der wenigen Deutschen, die eine Einzelausstellung im MoMA in New York gestalten durften. Er wurde mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter das Praemium Imperiale.
Frank-Walter Steinmeier würdigte Baselitz und sagte: „Er, der die Zerstörung und das Leid des Zweiten Weltkrieges als Kind erlebte, sah sich durch den Zusammenbruch aller Ordnungen dazu gezwungen, alles um sich herum in Frage zu stellen.“ Wolfram Weimer bezeichnete ihn als einen der weltweit bedeutendsten bildenden Künstler unserer Zeit.
Sein Einfluss auf die zeitgenössische Kunst wird weiterhin spürbar sein. Seine Werke werden auch künftig in Ausstellungen auf der ganzen Welt zu sehen sein.