Die Bundesregierung plant eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Diese Reform erlaubt es weiterhin, fossile Heizsysteme wie Gasheizungen zu installieren. Dies könnte zu höheren Heizkosten führen.
Erwin Feininger aus Mannheim möchte seine Gasheizung behalten. Das Gasnetz in seiner Stadt soll jedoch ab 2035 stillgelegt werden. Die Fernwärmepreise liegen bereits bei einem mittleren Preis von 17 Cent pro Kilowattstunde. Diese Preise übersteigen die derzeitigen Gaspreise erheblich.
Die Regierung hat die Vorgabe gekippt, dass neue Heizungen mindestens zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Dies wird von Experten kritisch betrachtet. Peter Bachmann äußerte: „Die Bundesregierung kippt nun die Vorgabe, dass neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.“
Die CO2-Preise steigen regelmäßig. Diese Entwicklung macht den Betrieb von fossilen Heizsystemen teurer. Viele Mieter könnten dadurch stärker belastet werden.
Die Monopolstellung der Anbieter bei der Fernwärme führt ebenfalls zu höheren Heizkosten für Mieter. Nina Scheer sagte: „Ein möglicher Baustein zum Mieterschutz wäre, nicht zielgerichtete Entscheidungen bei Heizungseinbauten in den Nebenkostenabrechnungen entsprechend abzubilden.“
Die Bundesregierung plant auch Förderprogramme für neue Heizsysteme, jedoch sind die Details noch unklar. Experten warten auf weitere Informationen zu diesen Programmen.
Deutschland strebt an, bis 2045 klimaneutral zu werden. Die Ausgestaltung des Gesetzes muss den geltenden Klimaschutzzielen entsprechen, die auch verfassungsrechtlich einzuhalten sind, so Nina Scheer.