Die Zahlen
Sirmione am Gardasee hat sich als beliebtes Ziel für Touristen etabliert und verzeichnet an Spitzentagen über 70.000 Besucher. Diese hohe Zahl an Touristen hat in der Vergangenheit zu erheblichen Herausforderungen in der Stadt geführt, insbesondere während der Hochsaison. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat die Gemeinde Sirmione am 6. März 2023 den Operativen Plan 2026 verabschiedet, der Maßnahmen zur verantwortungsvollen Steuerung des Tourismus umfasst.
Ein zentrales Element des Plans ist die Sperrung der Altstadt an 31 Tagen in der Hochsaison sowie an Feiertagen zwischen 14 und 19 Uhr. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die Besucherströme zu regulieren und die Lebensqualität der Anwohner zu verbessern. Während dieser Zeiten bleiben jedoch Rettungskorridore jederzeit frei, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Zusätzlich wird für Reisebusse eine Buchungspflicht am Parkplatz Monte Baldo eingeführt, um die Parkplatzsituation zu entlasten. Der Parkplatz Grifo bietet einen kostenlosen Shuttlebus bis 21 Uhr, um den Transport der Besucher zu erleichtern. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Plans, der darauf abzielt, die Infrastruktur und den Service für Touristen zu verbessern.
Die Anzahl der Einsatztage der Street Tutors, die den Touristen in der Stadt helfen, wird von 38 auf 105 erhöht. Dies zeigt das Engagement der Stadt, den Tourismus nicht nur zu regulieren, sondern auch die Besucher aktiv zu unterstützen. Zudem werden an 72 Tagen Rettungswagen im Einsatz sein, was die medizinische Versorgung in der Hochsaison sicherstellt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Plans ist die Erhöhung der reservierten Parkplätze für die Bewohner der Altstadt von 40 im Jahr 2023 auf 87. Dies soll den Anwohnern helfen, ihre Mobilität zu gewährleisten und die Belastung durch Touristenfahrzeuge zu verringern. Bürgermeisterin Luisa Lavelli betont, dass das Ziel nicht darin besteht, den Tourismus einzuschränken, sondern ihn verantwortungsvoll zu steuern, um die Sicherheit und Lebensqualität von Einwohnern, Arbeitnehmern und Gästen zu schützen.
Der Plan 2026 wird als erster Schritt des strategischen Projekts „Sirmione 2030“ betrachtet, das langfristige Ziele für die Entwicklung des Tourismus in der Region verfolgt. Ein Steuerungsausschuss wird den Plan dauerhaft begleiten und anpassen, um auf die sich verändernden Bedürfnisse der Stadt und ihrer Besucher reagieren zu können.
Die malerische Halbinsel am Gardasee hat in der Vergangenheit immer wieder an ihre Grenzen gestoßen, insbesondere nach einem Massenansturm im Jahr 2025, als die Stadt von tausenden Touristen überrannt wurde. Nach diesen Erfahrungen zieht der Gardasee-Hotspot nun die Reißleine und setzt auf nachhaltige Maßnahmen, um die Attraktivität des Ortes zu erhalten und gleichzeitig die Lebensqualität der Anwohner zu sichern.
Details bleiben unbestätigt, aber die ersten Reaktionen auf den neuen Plan sind überwiegend positiv. Die Maßnahmen werden als notwendiger Schritt angesehen, um Sirmione als touristisches Ziel zukunftssicher zu machen und gleichzeitig die Bedürfnisse der Einwohner zu berücksichtigen.