Europa war bereits vor den aktuellen geopolitischen Spannungen auf Importe angewiesen, um seinen Kerosinbedarf zu decken. Die Lufthansa warnt nun vor möglichen Engpässen bei der Versorgung mit Kerosin, während die Verfügbarkeit von Flugkraftstoff an einigen asiatischen Flughäfen bereits eingeschränkt ist.
Die Kerosinpreise sind in den letzten Wochen um mehr als 100 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung hat direkte Auswirkungen auf die Fluggesellschaften. Ryanair erwägt, bis zu 10 Prozent ihrer Flüge zu streichen, da die Treibstoffversorgung gefährdet ist. Laut Angaben von Ryanair sind 10-25 Prozent der Treibstoffversorgung in Gefahr.
Die skandinavische Airline SAS hat angekündigt, im April rund 1.000 weniger rentable Flüge zu streichen. Grazia Vittadini, eine Sprecherin der Lufthansa, äußerte: „Die steigenden Kerosinpreise treffen auch uns.“ Sie warnte zudem: „Je länger die Straße von Hormus blockiert bleibt, desto kritischer kann die Versorgungssicherheit mit Kerosin werden.“
Die Blockade der Straße von Hormus hat weitreichende Auswirkungen auf die globale Luftfahrtindustrie. Michael O’Leary, CEO von Ryanair, erklärte: „Diese Unsicherheit stellt die Flexibilität der Fluggesellschaften auf die Probe.“ Frankreich und Großbritannien sind besonders anfällig für einen möglichen Kerosinengpass.
Die Lufthansa prüft, bis zu 40 ältere Maschinen mit hohem Verbrauch stillzulegen, um den steigenden Kosten entgegenzuwirken. Details bleiben unbestätigt, und die genaue Dauer der Blockade der Straße von Hormus ist unklar. Die langfristigen Auswirkungen auf die Luftfahrtindustrie sind unbestimmt.