The numbers
In mehr oder weniger regelmäßigem Abstand heizt das Klimaphänomen El Niño den zentralen Pazifik stark auf und verändert Meeresströmungen und Winde über dem gesamten Pazifikraum. Diese Veränderungen können Dürren, Starkregen und Lieferkettenprobleme auslösen. Die globalen Temperaturen sind in El-Niño-Jahren höher als sonst üblich, was die Auswirkungen auf das Wetter und die Wirtschaft verstärkt.
Ein Super-El Niño tritt ein, wenn die Meerestemperaturen im Pazifik über einen längeren Zeitraum mehr als zwei Grad über dem langjährigen Mittel liegen. In den vergangenen 30 Jahren gab es das Phänomen Super-El Niño erst zweimal: 1997/98 und 2015/16. Aktuelle Daten zeigen, dass sich im Pazifik rund 100 bis 250 Meter unter der Meeresoberfläche eine große Region anomal warmer Wassermassen angesammelt hat, was auf einen bevorstehenden Super-El Niño hinweist.
Windanomalien über dem tropischen Pazifik deuten ebenfalls auf einen kommenden El Niño hin. Flis von Severe Weather Europe erklärte: „Wir haben bereits mehrere dieser anomalen Westwind-Schübe beobachtet.“ Diese Anomalien könnten den Jetstream grundlegend ändern und einen Domino-Effekt verursachen, was die Wahrscheinlichkeit eines Super-El Niño erhöht. Er fügte hinzu: „Angesichts der starken Anomalien, die wir in den jüngsten Analysen sehen, wird dies immer wahrscheinlicher.“
Die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Super-El Niño ab Oktober 2026 liegt derzeit bei 13 bis 15 Prozent. Klimarisiken sind längst globale Wirtschaftsrisiken – ein Super-El Niño trifft uns alle. Die Auswirkungen könnten nicht nur lokale Wetterbedingungen beeinflussen, sondern auch die weltweite Nahrungsmittelversorgung und die Wirtschaft destabilisieren.
Die Beobachtungen und Analysen der aktuellen Situation zeigen, dass die Welt sich auf potenziell extreme Wetterbedingungen vorbereiten muss. Die Kombination aus warmen Wassermassen und Windanomalien könnte zu einer Reihe von Wetterextremen führen, die in verschiedenen Regionen der Welt spürbar sein werden. Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, sich auf diese Herausforderungen einzustellen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Details bleiben unbestätigt, doch die Warnungen von Klimaforschern und Meteorologen sind deutlich. Die kommenden Monate könnten entscheidend dafür sein, wie sich das Wetter und die globalen Märkte entwickeln werden. Die Aufmerksamkeit der Welt richtet sich auf den Pazifik und die möglichen Folgen eines Super-El Niño.