Entscheidung um Radsport-Star Seixas gefallen
Seixas‘ Tour-Debüt und die Folgen
Nach seiner ersten Teilnahme an der Tour de France, bei der er den vierten Platz in der Gesamtwertung belegte, wird Paul Seixas eine Pause einlegen. Der 19-jährige Franzose, der als jüngster Fahrer seit 1937 an der Tour de France teilnahm, hat die Erwartungen erfüllt und zählte zu den herausragenden Fahrern. Julien Jurdie, Sportdirektor von Decathlon, bestätigte, dass diese Erholungsphase notwendig ist, um den jungen Fahrer nicht zu überfordern.
Jurdie betonte die Bedeutung einer guten Erholung nach den Anstrengungen der Tour. Er wurde von „cyclinguptodate.com“ zitiert und erklärte, dass die Tour eine beeindruckende Wirkung habe und einen völlig aufbrauchen könne. Daher sei es wichtig, dass Seixas nun eine Pause einlege. Diese Auszeit soll ihm auch helfen, die turbulenten Wochen zu verarbeiten und die intensive Lernerfahrung der drei Wochen, insbesondere der vorletzten Etappe, zu reflektieren.
Trotz seines jungen Alters zeigte Seixas eine bemerkenswerte Reife und mentale Stärke. Sein Talent und seine außergewöhnliche körperliche Verfassung wurden von Jurdie hervorgehoben. Die Erfahrung der Tour mit 19 Jahren werde ihm guttun und ihn 2027 voraussichtlich noch stärker machen. Bei seinem Debüt waren lediglich Tadej Pogacar, Remco Evenepoel und Isaac del Toro schneller als er.
Auf der 20. Etappe, die in Alpe d’Huez endete, versuchte Seixas, den drittplatzierten Del Toro zu überholen, musste jedoch anerkennen, dass sein Konkurrent stärker war. Schon am Vormittag der Etappe zur Alpe d’Huez herrschte eine außergewöhnliche Atmosphäre mit Zehntausenden von Zuschauern entlang der Passstraße. Trotz dieser Kulisse, die bei einem 19-Jährigen Ehrfurcht oder den Drang zu riskanten Attacken auslösen könnte, blieb Seixas besonnen.
Vor der Tour hatte er angekündigt, mit Emotionen, aber auch kaltblütig an das Rennen heranzugehen. Im Aufstieg zur Alpe d’Huez attackierte Pogacar früh und gewann die Etappe souverän. Seixas erkannte schnell, dass das Tempo für ihn zu hoch war und bewahrte die Ruhe. Auch als Evenepoel und Del Toro ein höheres Tempo anschlugen, reagierte er nicht überstürzt, sondern fuhr sein eigenes Tempo, wodurch er nur wenige Sekunden verlor und einen Einbruch vermied.
Zukunftspläne und Transfergerüchte
Als nächstes ist geplant, dass Seixas im September in Kanada an den Start geht. Die spanische Vuelta, die vom 22. August bis zum 13. September stattfindet, wird ohne ihn ausgetragen. Diese Planung unterstreicht die Strategie des Teams, seine Entwicklung behutsam zu steuern und ihn vor Überlastung zu schützen.
Die beeindruckende Leistung von Seixas bei der Tour de France hat Begehrlichkeiten geweckt und zu hartnäckigen Transfergerüchten geführt. Mehrere Top-Teams sollen daran interessiert sein, den Lyoner zu verpflichten. Seixas steht jedoch bis Ende 2027 bei Decathlon-CMA CGM unter Vertrag und äußerte sich gegenüber L’Équipe zu den Spekulationen.
Er stellte klar, dass er sich nicht unter Druck setzen lassen möchte und noch Zeit für Entscheidungen habe. Er ziehe es vor, seine Saison zu genießen, anstatt über Vertragsangelegenheiten nachzudenken. Seixas berichtete, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder um Verträge ging und jedes Mal, wenn er eine Leistung erbrachte, größere Veränderungen angestrebt wurden. Bei der Unterzeichnung seines Dreijahresvertrags habe er darum gebeten, die nächsten drei Jahre in Ruhe gelassen zu werden, da Vertragsgespräche ihm mehr Energie rauben als alles andere.
Seixas zeigte sich zufrieden mit der Unterstützung seines Teams, das ihn während der drei Wochen der Tour abschirmte und taktisch absicherte. Einen schnellen Teamwechsel kann er sich derzeit nicht vorstellen. Er fühle sich in seinem aktuellen Team wohl und wolle diese Phase nutzen, um Abstand zu gewinnen, bevor in zweieinhalb Jahren möglicherweise erneut über seine Zukunft gesprochen werde. Er betonte sein Vertrauen in das Team und das Vertrauen des Teams in ihn.
Sein Teamkollege Aurélien Paret-Peintre beschrieb Seixas als jemanden, der bereits wie ein Routinier wirke, obwohl er erst 18 Jahre alt war, als er ihn kennenlernte. Auch einer seiner Trainer lobte die Reife von Seixas, der angeblich keinen Fehler zweimal begeht und schnell lernt. Selbst Pogacar zeigte sich beeindruckt von der Reife des jungen Fahrers. Seixas verheimlichte vor dem Grand Départ in Barcelona nicht, dass er gewinnen wolle, betonte aber auch, dass es darum gehe, Spaß zu haben und das Schicksal seinen Lauf nehmen zu lassen. Der Sportdirektor Julien Jurdie bestätigte, dass Seixas im September in Kanada antreten wird.
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Source: sport.de