DAX reagiert auf Ölpreisanstieg
„Die Angst davor, dass das schwarze Gold die Weltkonjunktur ausbremsen könnte, ist deutlich größer geworden,“ sagte Christian Henke, ein Marktanalyst. Diese Besorgnis spiegelt sich in den aktuellen Bewegungen des DAX wider, der am Montag mit 23.409 Punkten aus dem Handel ging.
Zu Beginn des Handels reagierte der DAX mit einem Minus von 2,8 Prozent und setzte damit einen negativen Trend fort, der bereits am Freitag begonnen hatte, als der Index mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 23.591 Punkte ins Wochenende ging.
Am Handelsende notierte der DAX knapp 0,8 Prozent niedriger. Auch der MDAX sank um 2,1 Prozent auf 28.875 Punkte. Diese Entwicklungen sind eng mit den steigenden Ölpreisen verbunden, die zeitweise über 100 Dollar stiegen.
Der Krieg im Nahen Osten treibt den Ölpreis immer weiter nach oben, was die Marktteilnehmer verunsichert. Ulrich Stephan, ein weiterer Analyst, bemerkte: „An den Terminmärkten wurde binnen einer Woche aus einer mit 55 Prozent Wahrscheinlichkeit eingepreisten Zinssenkung bis Jahresende eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte zu 100 Prozent Wahrscheinlichkeit eingepreist.“
Die GEA Group veröffentlichte positive Jahreszahlen, die den DAX-Titel steigen ließen, jedoch konnten diese positiven Nachrichten die allgemeine Marktentwicklung nicht aufhalten.
Ein weiterer Faktor, der die Märkte beeinflusste, war der erste Handelstag des U-Boot-Ausrüsters Gabler, der mit einem Ausgabepreis von 44 Euro an die Börse ging.
Die Unsicherheiten rund um die Ölpreise und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft bleiben ein zentrales Thema für die Anleger. „Der DAX ist am Montag abermals zum Spielball der Ölpreis-Entwicklung geworden,“ so ein Marktkommentar.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich der DAX stabilisieren kann oder ob die Sorgen über die Ölpreise weiterhin dominieren werden.