Die Freilassung des Buckelwals Timmy wirft aufgrund fehlender Videoaufnahmen und unklarer Umstände erhebliche Fragen auf. Timmy wiegt rund 12 Tonnen und wurde am Samstagmorgen um 8:57 Uhr freigelassen.
Die Rettungsaktion für Timmy dauerte mehrere Wochen. Am 2. Mai wurde er rund 70 Kilometer nördlich von Skagen in Dänemark ausgesetzt. Diese Rettungsmission kostete die Geldgeber etwa 1,5 Millionen Euro.
Trotz dieser Bemühungen gibt es keine Videoaufnahmen von der Freilassung. Der GPS-Sender am Wal liefert keine Positionsdaten. Wo sich Timmy derzeit aufhält, ist unbekannt.
Walexperte Jeff Foster äußerte Bedenken über die fehlenden Daten. „Wenn sich bewahrheitet, dass der Peilsender keine Daten liefert, wäre das eine Katastrophe, auch für das Rettungsteam“, sagte er. Auch Karin Walter-Mommert stellte fest: „Es ist noch immer unklar, wer das Kommando zur Freilassung gegeben hat.“
Fabian Ritter, ein weiterer Experte, betonte die Wichtigkeit von Protokollen bei solchen Einsätzen: „Es ist die Regel Nummer eins bei gestrandeten Walen, sie niemals, wirklich niemals in irgendeiner Weise an der Fluke zu ziehen.“ Eine Funktionsprüfung des GPS-Senders vor dem Einsatz wäre aus fachlicher Sicht üblich und zu erwarten gewesen.
Das Transportdock für die Rettungsaktion wurde im Oktober 2024 in Tangermünde gebaut. Die Unklarheiten rund um Timmys Freilassung werfen Fragen über die Effizienz der Rettungsmaßnahmen auf.
Trotz der hohen Kosten und des Aufwands bleibt die Zukunft von Timmy ungewiss. Es gibt keine Informationen darüber, ob er erfolgreich in sein natürliches Habitat zurückkehren kann.