Buckelwale wandern von ihren wärmeren Winterquartieren zurück in den nördlichen Atlantik. Der Buckelwal Timmy hat sich jedoch in die Wismarer Bucht in der Ostsee verirrt und wurde zuletzt am 23. März in der Lübecker Bucht gesichtet.
Seit dem 31. März liegt Timmy in der Wismarbucht. Berichten zufolge zeigt der Wal schwache Bewegungen, die jedoch kein Anzeichen für eine Verbesserung seines Gesundheitszustands sind. Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern erklärte, dass die Atembewegungen im Vergleich zu den vergangenen Tagen schwächer ausgeprägt seien.
Eine Studie legt nahe, dass starke Sonneneruptionen die Navigation von Buckelwalen beeinträchtigen können. In den letzten Tagen kam es zu vier Strandungen von Meeressäugern an Tagen mit starker Sonneneruption, was die Situation von Timmy zusätzlich kompliziert.
Die letzten Rettungsversuche für Timmy wurden am 1. April eingestellt, was bei den Anwohnern und Umweltschützern Besorgnis auslöste. Am selben Tag sprang eine 58-jährige Frau von einer Fähre ins Wasser, um Aufmerksamkeit für Timmy zu erzeugen. Ihre Aktion mobilisierte etwa 80 Menschen auf der Ostseeinsel Poel, die für die Rettung des Wals demonstrierten.
Die Unsicherheit über Timmys Zukunft bleibt bestehen. Ob Buckelwal Timmy den Weg aus der Ostsee zurück in den Atlantik noch schafft, ist ungewiss. Details bleiben unbestätigt.