Börse DAX unter Druck
Der DAX fiel zeitweise unter die Marke von 23.000 Punkten und büßte im frühen Handel rund zwei Prozent auf etwa 23.100 Punkte ein. Der tiefste Stand des DAX am Tag war 22.927 Zähler.
Am Freitag war der DAX mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 23.591 Punkten ins Wochenende gegangen. Der Rückgang wird vor allem durch den Anstieg der Ölpreise beeinflusst, die erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs über 100 Dollar pro Barrel stiegen.
Der Ölpreis hat seit Ende Februar um rund 50 Prozent zugelegt, was die Märkte stark belastet. Christian Henke kommentierte: „Der Ölpreis schießt heute durch die Decke und zieht gleichzeitig die Aktienmärkte in die Tiefe.“
Die Schaeffler-Aktien büßten mehr als 6 Prozent ein, was die Unsicherheit auf dem Markt widerspiegelt. Auch der Nikkei-Index fiel um rund 5 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang des Jahres.
Analysten warnen, dass ein nachhaltiger Anstieg des Ölpreises über 120 Dollar eine globale Rezession auslösen könnte. Bruce Kasman erklärte: „Wenn der Ölpreis nachhaltig über 120 Dollar steigen würde, könnte das eine globale Rezession auslösen.“
Die Schätzungen für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) haben sich bereits deutlich verschoben. Commerzbank-Experten betonen, dass ein fortgesetzter und nachhaltiger Ölpreisanstieg die Inflation wohl wieder nach oben treiben würde.
Der DAX könnte im regulären Handel auf rund 22.980 Punkte fallen, was der niedrigste Stand seit dem Frühjahr vergangenen Jahres wäre. Im Vergleich zum Rekordhoch von mehr als 25.500 Punkten wäre dies ein Minus von mehr als zehn Prozent.
Der Anstieg der Ölpreise wird durch den Krieg im Nahen Osten verursacht. Details bleiben unbestätigt.