WM 2026: Jude Bellingham schlägt Argentinier nach Abpfiff auf den Hinterkopf - BILD
Spannung nach dem Halbfinale
Nach dem Halbfinale der Weltmeisterschaft 2026 zwischen England und Argentinien, das England mit 1:2 verlor, kam es zu emotionalen Szenen auf dem Spielfeld. Die Niederlage, die den Traum vom Finale für die englische Mannschaft beendete, führte zu hochkochenden Emotionen unter den Spielern. Das Spiel, das in Atlanta vor 68.239 Fans stattfand, sah England zunächst durch ein Tor von Anthony Gordon in der 55. Minute in Führung gehen. Argentinien drehte das Spiel jedoch in der Schlussphase mit Toren von Enzo Fernández in der 85. Minute und Lautaro Martínez in der 90.+2 Minute.
Die Partie war von Beginn an von einer intensiven Atmosphäre geprägt, wobei die argentinischen Fans, die in der Überzahl waren, englische Elemente wie die Einblendung von David Beckham oder Britpop gnadenlos auspfiffen. Der Schiedsrichter Ismail Elfath (44) hatte Mühe, die hitzige Begegnung unter Kontrolle zu halten, was zu einer Reihe von Nickligkeiten führte.
Auseinandersetzung nach Abpfiff
Unmittelbar nach dem Schlusspfiff kam es zu mehreren Rudelbildungen auf dem Rasen. Im Zentrum einer dieser Auseinandersetzungen stand der englische Spieler Jude Bellingham (23). Während die argentinischen Spieler den Einzug ins Finale feierten, näherte sich Bellingham dem argentinischen Ersatzspieler Valentín Barco (21) von hinten und schlug ihm mit der flachen Hand auf den Hinterkopf. Barco reagierte sichtlich überrascht und schubste Bellingham daraufhin leicht zurück.
Ein möglicher Hintergrund für Bellinghams Aktion könnte eine vorherige Provokation durch Barco gewesen sein. Berichten zufolge soll Barco nach dem Ausgleichstreffer von Fernández zur englischen Bank gegangen sein und provozierend gefeiert haben. Diese Szene wurde von den TV-Kameras kurz eingefangen, blieb aber dem Schiedsrichter verborgen.
Neben diesem Vorfall kam es zu weiteren Auseinandersetzungen, bei denen unter anderem der Torschütze zum 2:1, Lautaro Martínez, den englischen Spieler Rogers schubste. Schiedsrichter Elfath und seine Assistenten mussten eingreifen, um die Gemüter zu beruhigen. Währenddessen feierte Lionel Messi (39) den Finaleinzug seiner Mannschaft in unmittelbarer Nähe der Rudelbildung.
Mögliche Konsequenzen und Ausblick
Da die Auseinandersetzung zwischen Bellingham und Barco dem Schiedsrichter während des Spiels entgangen ist, könnten die Kontrollorgane der FIFA nachträglich eingreifen. Eine mögliche Sperre für Bellingham könnte zur Folge haben, dass er das Spiel um Platz drei gegen Frankreich verpassen würde. Dieses Spiel hätte nach der Halbfinal-Niederlage allerdings eine geringere Bedeutung für die englische Mannschaft.
Für Argentinien geht es nun im Finale am Sonntag gegen Spanien um den zweiten Titel in Folge. England und Trainer Thomas Tuchel (52) müssen hingegen weitere vier Jahre auf einen möglichen zweiten Weltmeistertitel nach 1966 warten.

Bellingham war in diesem Turnier bereits an sechs Toren und einer Vorlage beteiligt, konnte dem Spiel gegen Argentinien jedoch nicht seinen Stempel aufdrücken. Auch Harry Kane, der ebenfalls sechs Tore erzielt hatte, konnte nicht wirklich für Gefahr sorgen. Lionel Messi war an beiden Toren Argentiniens beteiligt und bleibt im Rennen um die Torjägerkrone, ebenso wie Kylian Mbappé, der ebenfalls bei acht Toren steht.
Die Top-Torjäger haben noch die Möglichkeit, ihre Bilanz zu verbessern, allerdings nicht alle im Finale. Mbappé und Bellingham werden im Spiel um Platz drei in Miami antreten, während Spanien und Argentinien am Sonntag in New Jersey um die WM-Krone kämpfen.
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Source: bild.de