BVB: Karim Adeyemi ist in Dortmund gescheitert! - BILD
Karim Adeyemi, Offensivspieler von Borussia Dortmund, befindet sich auf dem Weg zu einem Medizincheck beim FC Barcelona. Berichten zufolge ist Adeyemi am Mittag mit einem Privatflugzeug vom Dortmunder Flughafen nach Barcelona abgereist. Er wird unter anderem von seiner Ehefrau, der Musikerin Loredana, begleitet. Der Wechsel zum spanischen Fußballmeister gilt demnach als Formsache.
Adeyemi fehlte bereits am Sonntag bei der Leistungsdiagnostik des BVB und war für Gespräche mit anderen Vereinen freigestellt worden. Barcelonas Clubpräsident Joan Laporta hatte den bevorstehenden Wechsel bereits bestätigt. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, dass Adeyemis Wechsel zum FC Barcelona beschlossen sei. Demnach haben sich der BVB und das Team von Ex-Bundestrainer Hansi Flick auf einen Vertrag bis Sommer 2031 geeinigt, der eine Ablöse von 22 Millionen Euro plus sieben Millionen Euro Boni vorsieht.
Adeyemis Zeit in Dortmund
Der 24-Jährige, dessen Vertrag beim BVB im Sommer 2027 ausläuft, hatte den Club zuvor über seinen Wechselwunsch informiert. Der schnelle Außenstürmer war vor vier Jahren für 30,5 Millionen Euro von Red Bull Salzburg nach Dortmund gekommen. Sein Marktwert stürzte von 60 Millionen Euro auf 40 Millionen Euro ab. In 146 Pflichtspielen erzielte er 36 Tore, was einem Durchschnitt von 0,24 Treffern pro Partie entspricht. Nur in 15 Einsätzen spielte er über die volle Distanz von 90 Minuten.
BVB-Boss Lars Ricken äußerte sich zum Trainingsstart kritisch über die abgegebenen Spieler, darunter Adeyemi, und betonte, dass diese in der letzten Saison keine Unterschiedsspieler mehr gewesen seien. Adeyemi hat es in seinen vier Dortmunder Jahren unter keinem seiner Trainer – Sahin, Terzic, Tullberg und Kovac – geschafft, dauerhaft zu einem echten Unterschiedsspieler zu werden. Seine Top-Geschwindigkeit wurde mit 36,65 km/h gemessen, was sein Potenzial unterstreicht. Jedoch überwogen beim BVB die Tage, an denen seine Leistung als durchschnittlich beschrieben wurde.
Berichten zufolge hat Niko Kovac, der Trainer, die meisten Einzelgespräche mit Adeyemi geführt. Es wird angemerkt, dass eine Weiterentwicklung bei Adeyemi in seinen Jahren in Dortmund nicht stattgefunden hat. Er wird als Spieler beschrieben, der auf dem Platz zwischen Genie und Phlegma schwankt und daher keine planbare Größe für einen Trainer darstellt. Adeyemi forderte ein Gehalt jenseits der 10 Millionen Euro, saß jedoch oft auf der Ersatzbank.
Sein Abgang wird für den BVB, die Gehälter herausgerechnet, als eine Art Nullsummenspiel betrachtet. Sportdirektor Ole Book und Ricken sollen durchatmen, da sie die als tickende Zeitbombe beschriebene Situation um Adeyemi entschärft haben. In der letzten Saison war Adeyemi ein permanenter Unruheherd und Skandalfaktor, unter anderem durch eine Waffenaffäre, einen Flaschenwurf, Wechsel-Frust, nächtliche Twitch-Interviews mit seiner Ehefrau Loredana und ein unruhiges Beraterumfeld.
Zukunft in Barcelona
Adeyemi kennt seinen neuen Coach Hansi Flick bereits. Flick hatte ihn im September 2021 erstmals in die deutsche Nationalmannschaft berufen. Für das DFB-Team bestritt Adeyemi seitdem elf Spiele und erzielte einen Treffer. Seine Nichtnominierung für die WM wurde als dramatisch und konsequent beschrieben.
In Barcelona bekommt Adeyemi einen Trainer, der ihn gut kennt. Es bleibt abzuwarten, ob er in Spanien endlich den Durchbruch schafft. Die Qualität, um die La Liga zu begeistern, wird ihm zugeschrieben, jedoch wird mehr Eigenmotivation als zwingend notwendig erachtet. Der Wechsel zum FC Barcelona ist nur noch eine Frage des bestandenen Medizinchecks.
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Source: bild.de