Aserbaidschan: Militär in Alarmbereitschaft nach Drohnenangriffen
Aserbaidschan hat seine Armee in Einsatzbereitschaft versetzt, nachdem zwei iranische Drohnen die Exklave Nachitschewan getroffen haben. Bei den Angriffen wurden vier Menschen verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert.
Eine der Drohnen traf das Terminalgebäude eines Flughafens, während die andere in der Nähe einer Schule explodierte. Präsident İlham Əliyev verurteilte den Vorfall als „abscheulichen Terrorakt“ und betonte, dass die Armee zu jeder Art Einsatz bereit sein solle.
Der Iran bestreitet, für die Angriffe verantwortlich zu sein, während der iranische Generalstab Israel beschuldigt, hinter den Drohnenangriffen zu stecken. Diese Spannungen sind besonders brisant, da Aserbaidschan diplomatische Beziehungen zu Israel unterhält und Waffen von dort bezieht.
Die autonome Exklave Nachitschewan grenzt an Armenien, den Iran und die Türkei, was die geopolitische Lage weiter kompliziert. Aserbaidschan hat betont, dass es sich nicht an militärischen Operationen gegen den Iran beteiligt, jedoch seine territoriale Integrität schützt.
Im Iran lebt eine große aserbaidschanische Minderheit von rund zehn Millionen Menschen, was die Beziehung zwischen den beiden Ländern zusätzlich belastet. Aserbaidschanisches Präsidialamt forderte, dass der Iran Auskunft geben müsse und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden sollten.
Die Situation bleibt angespannt, und Beobachter erwarten, dass die kriegerischen Handlungen nicht unbeantwortet bleiben. Details bleiben unbestätigt.