Die WM 2026 im Live-Ticker: Argentinien - Schweiz
In einem Viertelfinalspiel der Weltmeisterschaft traf Argentinien auf die Schweiz. Die Begegnung wurde vom 38 Jahre alten Portugiesen Joao Pinheiro geleitet, der bei dieser Weltmeisterschaft bereits zwei Spiele gepfiffen hatte, darunter den Sieg Kanadas gegen Südafrika im Sechzehntelfinale. Guillermo Pacheco aus Mexiko unterstützte als Video Assistent.
Die Schweiz startete mutig und suchte direkt den Weg nach vorne. Ndoye war auf der linken Seite eine bevorzugte Anspielstation und zog an Molina vorbei, doch der argentinische Außenverteidiger holte einen Abstoß heraus. Die Schweiz erhöhte den Druck und setzte Argentinien früh unter Zugzwang. Xhaka kam aus der Distanz zum Abschluss, setzte den Ball jedoch über das Tor. Die Nati zeigte sich in dieser Anfangsphase dominant.
In der 10. Minute erzielte Argentinien das 1:0. Lionel Messi brachte einen Eckball an den kurzen Pfosten, wo Mac Allister frei zum Kopfball kam und den Ball aus kurzer Distanz in die lange Ecke setzte. Diese Führung bestrafte eine schwache Zuordnung in der Schweizer Defensive. Messi verbuchte damit seine zehnte Torvorlage bei einer Weltmeisterschaft. Seit 1966 hat kein anderer Spieler mehr Assists, Maradona folgt mit acht Vorlagen.
Nach dem Rückstand musste die Schweiz, die bereits zuvor mutig nach vorne gespielt hatte, noch offensiver werden, um den Ausgleich zu erzielen. Dies könnte Argentinien zusätzliche Räume für schnelle Angriffe eröffnen. In der 18. Minute verlor Ricardo Rodriguez den Ball in einem gefährlichen Bereich an Messi, der sich den Ball jedoch etwas zu weit vorlegte, wodurch sich die Schweizer Defensive wieder formieren konnte.
Kurz darauf gab es fast eine weitere Chance für Argentinien. Die Albiceleste gewann den Ball im eigenen Drittel zurück und schaltete über Messi schnell um. Der Kapitän spielte Mac Allister in den Lauf, dessen Hackenablage jedoch aufgrund eines Missverständnisses bei keinem Mitspieler landete. Sow zog aus zentraler Position und rund 22 Metern ab, doch Martinez hielt den Ball sicher fest.
Rodriguez‘ Rolle in der Schweizer Defensive
Ricardo Rodriguez spielt bei der WM 2026 sein achtes großes Turnier für die Schweiz. Er und Granit Xhaka sind die beiden Schweizer Spieler, die auch beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams bei einer Weltmeisterschaft vor zwölf Jahren dabei waren. Damals hielten die Schweizer im Achtelfinale 118 Minuten lang ein 0:0, bevor Lionel Messi den Ball auf Ángel Di María ablegte, der das entscheidende 1:0 erzielte.
Auf Linksverteidiger Rodriguez kommt in diesem Spiel eine besondere Aufgabe zu, da er den Großteil der argentinischen Offensive, die fast ausschließlich über Messi läuft, kontrollieren muss. Messi schoss bei dieser WM 30-mal aufs Tor und legte 15 Torschüsse auf. Er erzielte acht Tore, während kein anderer Argentinier mehr als ein Tor erzielte.
Die Defensive ist die Grundlage des Schweizer Erfolgs. In der Vorrunde kassierte die Schweiz drei Gegentreffer und in den beiden K.o.-Spielen gegen Algerien und Kolumbien kein einziges. Dies ermöglichte der Schweiz den Einzug ins Viertelfinale einer WM zum ersten Mal seit 1954. Rodriguez gehört seit 2011 zum festen Kern der Schweizer Nationalmannschaft und hat 143 Spiele für die Eidgenossen bestritten, die zweitmeisten hinter Xhaka.

Messis Einfluss und die Historie der Begegnung
Lionel Messi führt bei diesem Turnier gemeinsam mit Mbappe die Torschützenliste mit acht Treffern an. Für die Schweiz bietet sich die Gelegenheit, erstmals ein Länderspiel gegen Argentinien zu gewinnen und gleichzeitig den historischen Einzug in ein WM-Halbfinale zu schaffen.
Die Schweiz zog als Gruppensieger vor Kanada, Katar und Bosnien Herzegowina in die nächste Runde ein. Anschließend setzte sich die Nati gegen Algerien sowie im Elfmeterschießen gegen Kolumbien durch. Die Schweizer präsentieren sich defensiv stabil, müssen jedoch offensiv ohne ihren besten Scorer Manzambi eine wichtige Lösung ersetzen.
Argentinien und die Schweiz trafen bisher zweimal bei Weltmeisterschaften aufeinander. Sowohl 1966 als auch 2014 setzte sich die Albiceleste durch, während die Schweiz in diesen Begegnungen ohne eigenen Treffer blieb. Im Achtelfinale 2014 gewann Argentinien durch das Tor von Di Maria nach einer Vorlage von Messi mit 1:0 nach Verlängerung.
Das Stadion in Kansas City war bei Anbruch des Abends beleuchtet, wobei die oberen Bereiche der Tribünen noch von der Abendsonne erreicht wurden. Im Gegensatz zu einer früheren Partie in Miami mussten beide Mannschaften nicht mit großer Hitze kämpfen. Beide Teams traten in ihren klassischen Heimtrikots an: Argentinien in Blau und Weiß, die Schweiz vollständig in Rot.
Messi ist der einzige Argentinier, der sowohl im Spiel von vor zwölf Jahren als auch im aktuellen Viertelfinale auf dem Platz steht. Die erste Begegnung zwischen Rodriguez und Messi gab es bereits bei einem Freundschaftsspiel vor 14 Jahren, das Argentinien mit 3:1 gewann, wobei alle drei Tore von Messi erzielt wurden.
Read Also
Source: eurosport.de