Uganda nimmt 506 abgelehnte Asylbewerber aus den USA auf. Die ersten acht Abgeschobenen kamen am 1. April 2026 in Uganda an.
Uganda gilt als sicherer Drittstaat für die Abgeschobenen. Diese erhalten einen Flüchtlingsstatus mit permanentem Bleiberecht und Arbeitserlaubnis, wenn sie dies wünschen. Die US-Regierung hat die Hilfsgelder für Uganda drastisch gekürzt.
Aktuell beherbergt Uganda zwei Millionen Geflüchtete. Die Kosten für die Unterbringung und Versorgung der erwarteten 500 Deportierten aus den USA belaufen sich auf 4.000 Dollar pro Person.
Modou, ein Senegalese, kämpft gegen seine drohende Abschiebung nach Uganda. „Das Ziel ist es, den Menschen Angst und Druck zu machen, um sie schnell aus dem Land zu vertreiben,“ sagte Modous Anwältin Stefi Bastiaensz.
Sarah Mehta von der ACLU äußerte sich ebenfalls kritisch: „Es handelt sich nicht nur um ein oder zwei Länder; wir wissen, dass die Regierung Woche für Woche Dutzende weiterer Abkommen unterzeichnet, um die Abschiebungen zu intensivieren.“
Die Bedingungen des Abkommens zwischen Uganda und den USA sind nicht öffentlich bekannt. Das Schicksal der acht Abgeschobenen bleibt ungewiss.
Anthony Asiimwe, Vizevorsitzender von ULS, bezeichnete die Abschiebungen in Drittstaaten als „entwürdigend, erschütternd und entmenschlichend“.