Der Buckelwal Timmy liegt seit dem 31. März in der Wismar-Bucht und bewegt sich kaum. Experten gehen davon aus, dass seine Überlebenschancen verschwindend gering sind, da er unter Lageschäden, Überhitzung und Vorschädigungen leidet. Die Rettungsversuche für Timmy sind mittlerweile eingestellt worden.
Timmy hat sich in einem Netz verfangen und ist seit Anfang März an der Ostseeküste unterwegs. Ein Stellnetz könnte für seinen schlechten Zustand verantwortlich sein. Laut Meeresbiologe Maack leidet das Tier ganz extrem.
In den letzten Wochen ist Timmy bereits viermal festgesessen und atmet aktuell nur noch für etwa fünf Minuten. Seit zwei Tagen liegt er erneut in der Wismar-Bucht fest. Umweltminister Till Backhaus erklärte: „Wir haben alles unternommen, um ihm seine Chance zu geben.“
Die Organisationen Greenpeace und Whale and Dolphin Conservation (WDC) beobachten die Situation genau. Tom Bär von der WDC betont, dass jede Strandung individuell sei und die Überlebenschancen leider nicht besser werden.
Eine wissenschaftliche Obduktion ist geplant, falls Timmy stirbt, um die genauen Ursachen für seinen Zustand zu ermitteln. Details bleiben unbestätigt, da der Gesundheitszustand von Timmy unklar ist, da er nicht innerlich untersucht werden kann.
Jährlich verstricken sich weltweit etwa 300.000 Wale und Delfine in Fischereigeräten, was die Gefahren für Meeresbewohner verdeutlicht. Die Situation von Timmy ist ein besorgniserregendes Beispiel für die Herausforderungen, mit denen diese Tiere konfrontiert sind.