Am 20. und 21. April 2026 wird der Nahverkehr in Hannover aufgrund eines Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di weitgehend zum Stillstand kommen. An diesen Tagen werden keine Busse oder Bahnen der ÜSTRA fahren, was erhebliche Auswirkungen auf die Mobilität der Bürger haben wird.
Betroffen sind zahlreiche Stadtbahnlinien, darunter die Linien 1 bis 13 sowie 17. Auch viele Buslinien, wie die 100/200, 120, 121 und weitere, werden nicht bedient. Am 21. April sind zusätzlich viele Regiobus-Linien im Umland betroffen, was die Situation weiter verschärfen wird.
Der Warnstreik dauert jeweils den ganzen Tag und fällt mit dem Beginn der Hannover Messe zusammen, einem wichtigen Ereignis für die Stadt. Die S-Bahn Hannover bleibt jedoch von dem Ausstand unberührt.
Die Gewerkschaft ver.di hat diesen Schritt als notwendig erachtet, nachdem die dritte Verhandlungsrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) ergebnislos blieb. Ver.di fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit für die etwa 5.000 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr in Niedersachsen.
Marian Drews, ein Vertreter von ver.di, äußerte: „Durch die anhaltende Blockadehaltung der Arbeitgeber beim Thema Reduzierung der Wochenarbeitszeit sehen wir uns allerdings jetzt gezwungen, einen anderen Weg einzuschlagen.“ Dies verdeutlicht die Dringlichkeit der Situation und die Unzufriedenheit der Beschäftigten.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 11. Mai 2026 angesetzt, und es bleibt abzuwarten, ob es bis dahin zu einer Einigung kommen wird. Details bleiben unbestätigt.