In Prag haben Zehntausende Menschen gegen die Regierung von Ministerpräsident Andrej Babiš demonstriert. Laut Veranstaltern nahmen bis zu 250.000 Menschen an den Protesten teil, während die Polizei von 200.000 Teilnehmern spricht.
Die Demonstrierenden kritisierten insbesondere geplante Kürzungen der Verteidigungsausgaben sowie Einschränkungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die Initiative Millionen Momente für Demokratie rief zu den Protesten auf und äußerte, dass „die Arroganz der Macht zunimmt und extreme Politiker unser Land in Geiselhaft nehmen.“
Ein 22-jähriger Demonstrant erklärte: „Es regt mich auf, dass die derzeitige Regierung versucht, die freien und unabhängigen Medien zu manipulieren.“ Diese Ängste spiegeln sich in der breiteren Kritik an Babiš wider, der seit Mitte Dezember 2025 im Amt ist und bereits zwischen 2017 und 2021 als Ministerpräsident fungierte.
Die Demonstranten trugen tschechische, ukrainische und europäische Flaggen, was auf eine breite Unterstützung für Demokratie und Menschenrechte hinweist. Babiš steht an der Spitze einer EU-skeptischen Koalition, was die Spannungen innerhalb der Gesellschaft weiter verstärkt.
Die Regierung wird autoritäre Tendenzen vorgeworfen, was die Proteste zusätzlich anheizt. Mikuláš Minář, ein führender Kopf der Protestbewegung, sagte: „Der Frost kommt aus dem Kreml und läuft uns den Rücken hinunter, aber uns ist dennoch warm, weil wir viele sind.“
In einem anderen Ereignis gewann die U 20-Nationalmannschaft gegen Tschechien mit 2:1 im Berliner Poststadion, nachdem sie zur Halbzeit mit 0:1 zurücklag. Hannes Wolf, der Trainer der U 20, lobte die Reaktion seines Teams nach der Pause.
Die Proteste in Prag sind Teil eines größeren Trends in der Region, wo Regierungen in Ländern wie der Slowakei und Ungarn ähnliche autoritäre Züge zeigen. Beobachter erwarten, dass die Spannungen in Tschechien weiter zunehmen könnten, während die Regierung unter Druck steht, auf die Forderungen der Bürger zu reagieren.
Details bleiben unbestätigt.