Die Bundesregierung plant eine befristete Steuersenkung auf Benzin und Diesel — den sogenannten Tankrabatt. Diese Maßnahme tritt am 1. Mai 2026 in Kraft und soll den stark gestiegenen Preisen durch den Iran-Krieg entgegenwirken.
Die Mineralölsteuer wird im Mai und Juni um 17 Cent brutto pro Liter gesenkt. Die Steuerreduzierung beträgt insgesamt 16,7 Cent pro Liter, da auf die wegfallende Energiesteuer keine Mehrwertsteuer anfällt. Ein durchschnittlicher Diesel-Verbrenner spart rechnerisch rund 33 Euro in zwei Monaten. Ein durchschnittlicher Benziner spart gut 21 Euro.
Der Bundestag hat zudem eine steuerfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro für Arbeitgeber beschlossen. Dies soll die Auswirkungen der hohen Energiepreise abmildern.
Die Bundesregierung erwartet, dass die Mineralölwirtschaft die Entlastung direkt an die Verbraucher weitergibt. Doch es bleibt unklar, ob die Mineralölkonzerne die Steuererleichterung vollständig an die Verbraucher weitergeben werden.
Die Preise am 1. Mai werden voraussichtlich nicht sofort um die vollen 16,7 Cent sinken. Christian Laberer, ein Experte des ADAC, stellt fest: „Es sei nicht davon auszugehen, dass die Preise am 1. Mai um Mitternacht sofort um die vollen 16,7 Cent sinken.“ Diese Unsicherheit könnte das Vertrauen der Verbraucher beeinträchtigen.
Der Tankrabatt wurde als Reaktion auf die stark gestiegenen Spritpreise durch den Iran-Krieg beschlossen. Die Maßnahme könnte dem Staat rund 1,6 Milliarden Euro entgehen lassen.
Trotz der positiven Absichten gibt es Bedenken. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau äußerte: „Die Situation vieler Industrieunternehmen scheine in den Regierungsparteien noch nicht angekommen zu sein.“ Diese Anmerkung deutet auf mögliche Herausforderungen hin, die mit der Umsetzung des Tankrabatts verbunden sind.