Grandioses Finish in Alpe d'Huez: Tadej Pogacar frisst Konkurrenten im Chaos gnadenlos auf
Pogacars Dominanz in Alpe d’Huez
Tadej Pogacar hat bei der Tour de France seinen fünften Etappensieg errungen, indem er in Alpe d’Huez triumphierte. Der slowenische Fahrer setzte sich zwölf Kilometer vor dem Ziel von seinen Konkurrenten ab und überholte alle Ausreißer. Im Ziel hatte Pogacar einen Vorsprung von sechs Sekunden vor Lenny Martinez aus Frankreich.
Dieser Sieg ist Pogacars erster Erfolg am berühmten Berg Alpe d’Huez. Er festigte damit seine Position als Gesamtführender und baute seinen Vorsprung auf Remco Evenepoel auf 7:11 Minuten aus. Pogacar liegt in der Gesamtwertung auch vor seinem Teamkollegen Isaac del Toro, der 9:42 Minuten zurückliegt, und Paul Seixas, der 10:06 Minuten Rückstand hat.

Pogacar äußerte sich nach dem Rennen über die Atmosphäre am Berg und seine Leistung. Er betonte, dass er für seine Teamkollegen gefahren sei und gute Beine gehabt habe. Der Fahrer stellte mit 35:26 Minuten für den Anstieg einen Rekord auf, der die Zeit von Marco Pantani aus dem Jahr 1995 um 1:24 Minuten unterbot.
Herausforderungen und Teamleistung
Das Team UAE Emirates, zu dem Pogacar gehört, hatte in den Tagen vor der Etappe mit einem Virus zu kämpfen. Mehrere Fahrer, darunter Brandon McNulty, der bereits ausgeschieden ist, sowie Adam Yates und Tim Wellens, fühlten sich unwohl. Trotz dieser Schwierigkeiten zeigte das Team auf dem Weg zum Schlussanstieg kaum Anzeichen von Schwäche.
Nils Politt, ein Helfer von Pogacar, sorgte dafür, dass der Kapitän planmäßig am Fuße des Schlussanstiegs abgesetzt wurde. Teamchef Matxin Fernández lobte die Leistung des Teams und von Pogacar, insbesondere angesichts der gesundheitlichen Probleme. Er hob hervor, dass es eine der besten Mannschaften sei, die er je betreut habe.
Pogacar selbst trug bei seinem Sieg eine schwarze Hose, obwohl er das Gelbe Trikot des Gesamtführenden trägt. Er bleibt optimistisch und wies darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, sich bei einem Fan anzustecken, größer sei als innerhalb des Teams. Dennoch hat der Rennstall Schutzmaßnahmen ergriffen, wie das separate Essen für sich unwohl fühlende Fahrer, Händedesinfektion und das Tragen von Masken.
Ausblick auf die kommenden Etappen
Pogacar hat mit diesem Sieg fast alle Zweifel an einem möglichen fünften Gesamtsieg beseitigt. Sollte er dies erreichen, würde er zu den Rekordchampions wie Anquetil, Merckx, Hinault und Indurain aufschließen. Trotz seines deutlichen Vorsprungs betonte Pogacar, dass der Samstag die härteste Etappe der Tour sein werde.
Die nächste Etappe führt erneut nach Alpe d’Huez, diesmal über den Col de la Croix de Fer und den Galibier. Die Behörden hatten die Straßen nach Alpe d’Huez bereits 24 Stunden vor dem Rennen für Autos gesperrt, und Hunderttausende feierten an der Strecke. Evenepoel äußerte sich vor seiner Premiere in Alpe d’Huez besorgt über die zu erwartenden Menschenmassen.
Pogacar selbst erinnerte sich an Berichte seiner Verlobten aus dem Jahr 2022 über die chaotischen Zustände und die vielen Menschen, die die Fahrer berührten. Die ersten 114 von 128 Kilometern der Etappe waren nicht selektiv genug, bevor 14 Ausreißer mit einem Vorsprung von dreieinhalb Minuten in den abschließenden Berg fuhren.
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Source: n-tv.de