Die Bundesregierung plant eine signifikante Erhöhung der Tabaksteuer, die am 1. September 2026 in Deutschland in Kraft treten soll. Diese Maßnahme wird vor allem ärmere Raucher überproportional belasten. Die Tabaksteuer wird zur Finanzierung von Umverteilungsmaßnahmen herangezogen, was die Verteilungswirkung problematisch macht.
Der Steuersatz auf jede Zigarette soll von 12,28 Cent auf 12,90 Cent steigen. Der Steuersatz pro Päckchen wird von 19,84 auf 21,66 Prozent angehoben. Eine weitere Erhöhung am 1. Januar 2027 ist geplant; dann steigt der Steuersatz pro Zigarette auf 13,74 Cent.
Geplante Erhöhungen:
- Herbst 2026: durchschnittliche Erhöhung um 13 Prozent
- Januar 2027: weitere Anhebung des Steuersatzes
- 2028 und 2029: zusätzliche Erhöhungen um jeweils 1,3 Prozent
Ein durchschnittliches Päckchen Zigaretten wird ab September 2026 etwa 8,90 Euro kosten. Ab Januar 2027 wird der Preis auf etwa 9,48 Euro steigen. Das 30-Gramm-Päckchen Feinschnitt wird von 6,55 Euro auf 7,39 Euro steigen.
Die Bundesregierung erwartet Mehreinnahmen von etwa 2,8 Milliarden Euro durch diese Steuererhöhung. Ein großer Zigarettenhersteller befürchtet zudem, dass der Schwarzmarkt und der Kauf im benachbarten Ausland – etwa Österreich oder Tschechien – stark anziehen werden.
Die Abstimmung über die Gesetzesänderung im Bundestag ist für den 12. Juni 2026 geplant. Die endgültige Entscheidung erfolgt mit der Abstimmung des Bundesrats am 10. Juli 2026.
Die Auswirkungen auf den Schwarzmarkt sind unklar. Beobachter warnen davor, dass die Steuererhöhung vor allem ärmere Haushalte treffen könnte. Die Bundesregierung verteilt also um – von den Ärmeren zu irgendjemandem – und sie weiß selbst nicht, wohin.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Tabaksteuer als eine der regressivsten Steuern gilt und viele Raucher unter Druck setzen wird.