Die Spritpreise in Deutschland haben einen neuen Höchststand erreicht. Der Preis für einen Liter Super liegt im bundesweiten Durchschnitt bei 2,25 Euro, während Diesel bei 2,44 Euro pro Liter kostet. Diese Preissteigerungen sind direkt auf den anhaltenden Iran-Krieg zurückzuführen, der die Rohölpreise weltweit in die Höhe getrieben hat.
Vor Beginn des Konflikts lagen die Preise für Super und Diesel bei 1,83 Euro und 1,75 Euro pro Liter. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent ist auf über 111 US-Dollar je Barrel gestiegen, was einen Anstieg von 40 Dollar im Vergleich zu den Preisen vor dem Krieg darstellt.
Die Bundesregierung hat Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen auf die Autofahrer zu mildern. Ein Teil der nationalen Ölreserven wird freigegeben, um die Preisanstiege zu dämpfen. Zudem dürfen Tankstellen ihre Preise künftig nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen.
Die Preisentwicklung wird vom Bundeskartellamt genau überwacht. Andreas Mundt, der Präsident des Amtes, betonte: „Sollten sich Hinweise auf kartellrechtswidriges Verhalten der Mineralölkonzerne zeigen, würden wir konsequent dagegen vorgehen.“ Er fügte hinzu, dass es kein sofortiges Mittel gibt, um geopolitisch bedingte Preissteigerungen zu verhindern.
Die Weltmarktpreise sind aufgrund der Verknappung stark gestiegen, wobei 30 Prozent des weltweit verschifften Öls durch die Straße von Hormus transportiert werden. Diese geopolitischen Spannungen haben direkte Auswirkungen auf die Spritpreise in Deutschland.
Für deutsche Autofahrer soll es jedoch bald weitere Entlastungen geben, um die finanziellen Belastungen durch die hohen Spritpreise zu verringern. Details bleiben unbestätigt.