Die Schlote-Gruppe steht vor der Schließung mehrerer Werke. Kunden wollen ihre Aufträge an andere Lieferanten vergeben. Diese Entscheidung könnte weitreichende Folgen für die Automobilzulieferindustrie haben.
Das Werk in Brandenburg an der Havel wird voraussichtlich im Herbst geschlossen. Rund 330 Mitarbeiter sind von dieser Schließung betroffen. Insgesamt sind über 1.000 Arbeitsplätze in der Schlote-Gruppe gefährdet.
Die Fortführung der Werke wurde durch Verlustübernahmen der Kunden in zweistelliger Millionenhöhe unterstützt. Dennoch haben die Kunden mitgeteilt, dass sie die beauftragten Autoteile künftig von anderen Lieferanten beziehen wollen.
Die Produktion in den Werken Wernigerode und Harzgerode ist nicht überlebensfähig ohne die Aufträge der Hauptkunden. Die Entscheidung über die Ausproduktion liegt beim Gläubigerausschuss.
Der Verkaufsprozess für die Werke wurde gestartet, jedoch gab es keine Einigung mit den Investoren. Die Insolvenzverfahren wurden vor rund einem Jahr durch das Amtsgericht Hildesheim eingeleitet.
Die Bauteile, Komponenten sowie Vorrichtungen werden auftragsgemäß für Kunden aus der Automobil- und Zulieferindustrie produziert. Doch ohne neue Aufträge stehen die Fabriken vor dem Aus.
Noch ist unklar, wie sich diese Entwicklungen auf die gesamte Branche auswirken werden. Die nächsten Schritte müssen nun schnellstens entschieden werden.