„Für Sie zu suggerieren, dass schwarze Familien nicht in der Lage sind, ihre eigenen Kinder zu erziehen, ist zutiefst beleidigend“, sagte Terri Sewell während einer Anhörung des House Ways and Means Committee in Washington D.C.
Der Anlass war eine Diskussion über die Behandlung von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Robert F. Kennedy Jr. hatte angedeutet, dass einige schwarze Kinder mit ADHS „re-parented“ werden sollten — ein Vorschlag, der sofort auf Widerstand stieß.
Sewell stellte klar, dass Kennedy kein board-zertifizierter Arzt ist und keinen medizinischen Abschluss hat. Sie betonte den historischen Kontext der Trennung schwarzer Kinder von ihren Familien in den USA, der bis in die Zeit der Sklaverei zurückreicht.
Kennedy war zuvor bereits wegen seiner Äußerungen zu Impfstoffen in die Kritik geraten. Er behauptete, dass die Kindersterblichkeit in den letzten Jahrzehnten dramatisch gesunken sei, obwohl er gleichzeitig erklärte, dass die heutige Generation von Kindern die kränkste sei.
„Jedes schwarze Kind wird jetzt einfach standardmäßig mit Adderall, SSRIs und Benzodiazepinen behandelt, die bekannt dafür sind, Gewalt zu induzieren“, sagte Kennedy und sorgte damit für weiteren Unmut.
Sewell wies darauf hin, dass Kennedys Kommentare nicht nur medizinisch fragwürdig sind, sondern auch gesellschaftlich schädlich. Sie sagte: „Ich erwarte, und das amerikanische Volk erwartet, dass Sie Ihre Worte mit Ernsthaftigkeit wählen — der Ernsthaftigkeit, die Ihre Position verlangt.“
Kennedy reagierte auf Sewells Vorwürfe mit einem kurzen „Beruhigen Sie sich, Kongressabgeordnete.“ Doch seine Bemerkungen haben bereits breite Diskussionen ausgelöst.
Die Debatte über ADHS und die Behandlung schwarzer Kinder wird voraussichtlich weitergehen. Details bleiben unbestätigt.