QVC hat Insolvenz nach Chapter 11 in den USA angemeldet. Die Verbindlichkeiten des Unternehmens belaufen sich auf 6,6 Milliarden US-Dollar. Geplant ist eine Reduzierung dieser Schulden auf 1,3 Milliarden US-Dollar.
Die Insolvenz betrifft nicht die internationalen Tochtergesellschaften von QVC. Der Geschäftsbetrieb in Deutschland, Großbritannien, Japan und Italien läuft unverändert weiter. Kunden können weiterhin Bestellungen aufgeben und Retouren nach gewohnten Bedingungen abwickeln.
QVC verfügt über mehr als eine Milliarde US-Dollar an liquiden Mitteln. Entlassungen sind nicht geplant. Lieferanten werden weiterhin vollständig bezahlt.
David Rawlinson, CEO von QVC, erklärte: „Die Insolvenz ist Teil einer Neuausrichtung.“ Dies könnte notwendig sein, da das gesamte Ökosystem, das QVC einst groß gemacht habe, heute so nicht mehr existiere, sagte Neil Saunders.
Im Jahr 2024 verzeichnete QVC einen Umsatzrückgang von 30 Prozent im Vergleich zu 2020. Zudem kommen 97 Prozent der Umsätze von Bestandskunden.
Das Unternehmen plant, das Insolvenzverfahren in rund 90 Tagen abzuschließen. Details bleiben unbestätigt.