„Die Post hat ein ganzes Instrumentarium aus mehreren Themen, bei denen sie jeweils auf unterschiedliche Art ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzt,“ erklärte Michael Mews, ein Vertreter von 7Square Partners, in einer aktuellen Stellungnahme. Diese schweren Anschuldigungen richten sich gegen die Deutsche Post AG, die seit 2010 eine umfassende und gezielte Gesamtverdrängungsstrategie im Briefmarkt verfolgt.
Die Deutsche Post AG, Teil des DHL-Konzerns mit Sitz in Bonn, sieht sich mit einer Wettbewerbsklage von DVS konfrontiert, dem größten Wettbewerber im Markt für Geschäftsbriefe. DVS fordert von der Deutschen Post eine mögliche Schadenersatzzahlung in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro.
Im Dezember 2025 hat das Landgericht Düsseldorf eine grundsätzliche Auffassung des Postkonkurrenten geteilt und festgestellt, dass die Post rechtswidrig gehandelt hat. Trotz dieser gerichtlichen Entscheidung hat DVS bislang keinen Schadenersatz von der Post erhalten und kämpft derzeit um seine Existenz, nachdem es vor einigen Wochen Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet hat.
Die Auseinandersetzung zwischen DVS und der Deutschen Post AG könnte weitreichende Folgen für den Wettbewerb im Briefmarkt haben. DVS hat umfangreiche Beweise für die Vorwürfe gesammelt, die die Marktstrategien der Post in Frage stellen.
Die Post hingegen bleibt optimistisch und betont: „Wir haben in der Sache eine grundlegend andere Rechtsauffassung als die DVS und werden diese entschieden vor Gericht vertreten,“ so eine Sprecherin der Deutschen Post.
In einem anderen Kontext hat der Kunst- und Literaturverein für Gefangene (KLVG) in Deutschland bekannt gegeben, dass er seit seiner Gründung rund 30.000 Medien an Gefangene verliehen hat. Der KLVG finanziert sich durch Geld- und Medienspenden sowie Mitgliedsbeiträge und bietet Bildungschancen für Inhaftierte.
Bernd Neumicke, ein Vertreter des KLVG, erklärte: „Das Angebot der Buch- und Medienfernleihe gilt für Gefangene in den Justizvollzugsanstalten sowie Patienten im Maßregelvollzug in der gesamten Bundesrepublik Deutschland.“ Er fügte hinzu: „Bildung helfe auch, Rückfälle zu reduzieren.“
Die Entwicklungen in der Auseinandersetzung zwischen DVS und der Deutschen Post AG werden weiterhin aufmerksam verfolgt, da sie möglicherweise die Dynamik im gesamten Briefmarkt beeinflussen könnten.