Die Piloten der Lufthansa-Gruppe sind am Montag, den 11. April 2026, und Dienstag, den 12. April 2026, zu Streiks aufgerufen. Der Streik beginnt am Montag um 00:01 Uhr und endet am Dienstag um 23:59 Uhr. Betroffen sind die Fluglinien Lufthansa, Eurowings und Lufthansa CityLine.
Die Vereinigung Cockpit, die die Interessen der Piloten vertritt, sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem die Arbeitgeberseite in mehreren Tarifkonflikten keinen erkennbaren Willen zu einer Lösung zeigt. Andreas Pinheiro, ein Sprecher der Vereinigung Cockpit, erklärte: „Ein Streik ist immer das letzte Mittel, um Bewegung in gescheiterte Verhandlungen zu bringen.“
Bei Eurowings wird der Streik nur am Montag durchgeführt. Lufthansa hat bereits angekündigt, dass Flüge von Lufthansa und Lufthansa CityLine zu bestimmten Zielen vom Streik ausgenommen sind. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Airline versucht, die Auswirkungen des Streiks zu minimieren.
Die Gewerkschaft sieht die Verantwortung für den Streik bei der Lufthansa. Pinheiro betonte: „Die Verantwortung hierfür liegt jedoch bei der Arbeitgeberseite.“ Dies deutet auf eine angespannte Beziehung zwischen den Piloten und der Unternehmensführung hin, die in den letzten Monaten durch mehrere Tarifkonflikte belastet wurde.
Lufthansa selbst hat die Streikankündigung als „völlig neue Stufe der Eskalation“ bezeichnet. Die Airline kritisierte die Kernforderung der Gewerkschaft nach Verdopplung einer ohnehin schon überdurchschnittlichen und exzellenten betrieblichen Altersvorsorge als absurd und unerfüllbar. Dies zeigt, dass die Verhandlungen zwischen den Parteien festgefahren sind.
Es ist nicht der erste Ausstand beim Lufthansa-Konzern. In der Vergangenheit gab es bereits mehrere Streiks, die zu erheblichen Störungen im Flugverkehr führten. Während des letzten Streiks fielen am Frankfurter Flughafen 580 Flüge aus, was die Auswirkungen solcher Aktionen verdeutlicht.
Die bevorstehenden Streiks werfen Fragen über die zukünftige Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeberseite auf. Details bleiben unbestätigt, aber die Reaktionen auf die Streikankündigung werden mit Spannung erwartet, sowohl von den Passagieren als auch von den beteiligten Unternehmen.
Insgesamt zeigt die Situation, dass die Verhandlungen zwischen der Lufthansa und der Vereinigung Cockpit weiterhin angespannt sind und dass die Piloten bereit sind, ihre Forderungen mit einem Streik durchzusetzen, um ihre Anliegen Gehör zu verschaffen.