Warum hat der Öltanker Deyna französische Gewässer verlassen? Der Tanker verließ die Gewässer nach einer Strafzahlung.
Frankreich hat einen Öltanker der russischen Schattenflotte im Mittelmeer festgesetzt. Die französischen Behörden haben die in Hongkong ansässige Schiffsgesellschaft angezeigt, weil der Tanker unter falscher Flagge fuhr.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betont, dass Paris verschärft gegen Tanker vorgehen wolle, die Russland bei der Umgehung von Ölsanktionen unterstützen. Die russische Schattenflotte umfasst schätzungsweise 800 bis 1000 Schiffe.
Die Festsetzung des Tankers Deyna geschah, als er unter der Flagge von Mosambik unterwegs war. Im vergangenen September hatte die französische Marine den Tanker Boracay vor der bretonischen Küste aufgebracht.
Estland hingegen hat entschieden, russische Öltanker in der Ostsee vorerst nicht mehr zu stoppen. Das Land äußert Bedenken hinsichtlich einer möglichen militärischen Reaktion Russlands bei solchen Festsetzungen.
Estland plant Eingriffe nur noch bei akuten Gefahren, wie möglichen Schäden an Unterwasserkabeln oder Pipelines. Aktuell warten 30-40 Schiffe auf ihre Beladung mit russischem Öl vor dem Vaindloo-Ankerplatz.
Doch das Risiko einer militärischen Eskalation ist einfach zu hoch, sagt Ivo Vark, ein estnischer Politiker. Zwei bis drei bewaffnete russische Kriegsschiffe patrouillieren im Finnischen Meerbusen.
Frankreich hat die Strafen für das Fahren unter falscher Flagge verdoppelt. Details bleiben unbestätigt, insbesondere ob die Blockade direkt gegen Schiffe wie die Rich Starry gerichtet ist.
Unklar bleibt auch, ob der chinesische Tanker die Transitgebühr des Iran gezahlt hat. Diese Faktoren könnten zukünftige Maßnahmen beeinflussen.