Noelia Castillo, eine 25-jährige Frau aus Sant Pere de Ribes, Spanien, erhielt am 26. März 2026 assistierten Suizid. Ihr Leben war von schwerem körperlichem und psychologischem Trauma geprägt, das schließlich zu ihrem Antrag auf assistierten Suizid führte.
Im Jahr 2022 wurde Castillo nach mehreren sexuellen Übergriffen, die sie erlitten hatte, querschnittsgelähmt. Diese traumatischen Erfahrungen führten zu einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und schwerer Depression. Sie wartete 601 Tage auf die Genehmigung ihres Antrags, der im Sommer 2024 von der katalanischen Euthanasie-Kommission genehmigt wurde.
Der assistierte Suizid ist in Spanien seit Juni 2021 für Erwachsene mit unerträglichem Leiden legal. Castillo äußerte den Wunsch, ihr Leiden zu beenden, und sagte: „Ich möchte endlich in Frieden gehen und aufhören zu leiden, Punkt.“
Ihr Vater war gegen ihre Entscheidung und versuchte, das Verfahren rechtlich zu blockieren. Trotz seiner Einwände starb Noelia Castillo allein in ihrem Zimmer, da sie darum gebeten hatte, dass ihre Familie nicht anwesend sein sollte.
Der Fall hat in Spanien eine bedeutende öffentliche Debatte ausgelöst, wobei viele Menschen gegen die Legalisierung von assistiertem Suizid protestierten. Die spanische Bischofskonferenz äußerte Bedauern über die Darstellung des Todes als Lösung für Leiden und erklärte: „Ein Arzt darf nicht zum ausführenden Arm eines Todesurteils werden.“
Noelia Castillos Fall hat auch internationale Aufmerksamkeit erregt und wird mit der rechtlichen Lage des assistierten Suizids in Deutschland verglichen. Bis Dezember 2024 wurden in Spanien insgesamt 2.432 Anträge auf assistierten Suizid gestellt, von denen 1.123 genehmigt wurden.
Die Diskussion um Castillos Entscheidung und die damit verbundenen ethischen Fragen wird voraussichtlich weitergehen, da die Gesellschaft über die Grenzen und Bedingungen des assistierten Suizids nachdenkt.