Zwei Buchenwald-Verbände fordern Kulturstaatsminister Wolfram Weimer auf, auf einen öffentlichen Auftritt beim Gedenken zur Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald zu verzichten. Die Verbände werfen Weimer vor, mangelndes Verständnis für KZ-Überlebende zu zeigen.
Weimer hat das Zitat von Heinrich Heine, „Der Taufschein ist die Eintrittskarte zur Europäischen Kultur“, mehrfach verwendet, was in der aktuellen Situation auf Widerstand stößt. Die Verbände, die Angehörige politischer Häftlinge des Lagers Buchenwald vertreten, äußern Bedenken gegen Weimers Grußwort bei der Gedenkveranstaltung.
Die Leipziger Buchmesse, die kürzlich stattfand, war geprägt vom Widerstand der Buchbranche gegen Weimer. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels unterstützt juristisch die drei linken Buchläden, die von der Nominierungsliste für den Deutschen Buchhandlungspreis gestrichen wurden. Diese Entscheidung wurde als Akt des kulturpolitischen Feudalismus kritisiert.
Die Gedenkveranstaltung am 12. April 2026 erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald, das während des Zweiten Weltkriegs existierte. Die beiden Verbände fordern, dass Weimer die Gedenkstätte aus aktuellen Konflikten heraushält.
Bei einer Rede auf der Leipziger Buchmesse wurde Weimer ausgebuht, was die Spannungen zwischen ihm und der Buchbranche weiter verstärkt hat. Die Buchbranche hat fast geschlossen Widerstand geleistet gegen diesen Akt des kulturpolitischen Feudalismus.
Die Verbände äußerten: „Wir sind überzeugt davon, unsere Angehörigen hätten auch zum Kundenkreis der drei Buchläden gehören können.“ Dies verdeutlicht die tiefen emotionalen und politischen Konflikte, die mit Weimers Entscheidungen verbunden sind.
Details bleiben unbestätigt.