Karin Dohm wurde nach nur vier Monaten in ihrer Position als CFO der Deutschen Bahn abberufen. Die Trennung, die am 26. März 2026 wirksam wurde, wurde von beiden Seiten als einvernehmlich beschrieben.
In einer Erklärung von Deutsche Bahn hieß es, man habe sich „in gemeinsamen Gesprächen einvernehmlich auf eine Beendigung der Zusammenarbeit verständigt“. Die Entscheidung, sich zu trennen, war nicht auf öffentliche Vorwürfe oder Spekulationen zurückzuführen, so das Unternehmen.
Dohm war im Dezember 2025 zur CFO der Deutschen Bahn ernannt worden und hatte zuvor ähnliche Positionen bei Hornbach und Conti inne. Berichten zufolge gab es jedoch interne Konflikte und Unzufriedenheit mit ihrem Führungsstil, die zur Trennung führten.
Insider berichteten, dass „es mehrere Vorfälle“ gegeben habe, die das Vertrauensverhältnis zwischen Dohm und dem Vorstand der Deutschen Bahn belasteten. Der Vorstand äußerte, dass das Vertrauensverhältnis zu Dohm „nachhaltig, tiefgreifend und unwiederbringlich gestört“ sei.
Ein weiterer Punkt, der zur Trennung beitrug, war eine von Dohm im Dezember unterzeichnete Aktionärsrichtlinie, die eine Aufspaltung der DB Services GmbH vorsah, ohne die Mitarbeitervertreter zu konsultieren. Dies führte zu einem weiteren Vertrauensbruch.
Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hatte die Trennung genehmigt, nachdem er die Situation und die Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit Dohm bewertet hatte. Die Anfrage zur Abberufung von Dohm wurde aufgrund eines Vertrauensbruchs und der Unfähigkeit zur effektiven Zusammenarbeit gestellt.
Details bleiben unbestätigt, jedoch erwarten Beobachter, dass die Deutsche Bahn nun nach einem neuen CFO sucht, um die finanziellen und operativen Herausforderungen des Unternehmens anzugehen.