„Die Zahl der Todesopfer sei ’nicht abschließend’“, erklärte ein Sprecher des afghanischen Gesundheitsministeriums nach einem verheerenden Angriff auf eine Klinik in Kabul. Laut Berichten der Taliban sind bei diesem Angriff 400 Menschen ums Leben gekommen und 250 weitere verletzt worden.
Die Klinik, die als Entzugsklinik für Drogenabhängige diente, war zum Zeitpunkt des Angriffs mit rund 3000 Patienten belegt. Die Angriffe führten zu weit verbreiteter Panik in der Stadt Kabul.
Ein Sprecher des pakistanischen Premierministers wies die Vorwürfe zurück und betonte: „Man greife keine zivilen Ziele an, sondern nur militärische Einrichtungen der Taliban.“ Pakistan hat die Verantwortung für den Angriff auf die Klinik jedoch nicht bestritten.
Der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in Afghanistan, Richard Bennett, äußerte sich bestürzt über die jüngsten Berichte über die Luftangriffe Pakistans in Afghanistan und die daraus resultierenden zivilen Opfer. Diese Angriffe haben die Spannungen zwischen den beiden Ländern weiter angeheizt.
Die Taliban haben angekündigt, eine militärische Reaktion auf die Angriffe zu planen. Dies könnte zu einer weiteren Eskalation des Konflikts führen, der bereits Ende Februar 2026 erneut aufgeflammt war.
Details bleiben unbestätigt, da die Lage vor Ort weiterhin angespannt ist. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit Besorgnis.
Zusätzlich zu den Opfern in der Klinik gab es in den letzten Monaten auch Kämpfe zwischen Pakistan und Afghanistan, bei denen mindestens 70 Menschen ums Leben kamen.
Die Situation in Kabul bleibt angespannt, während die Behörden versuchen, die Lage zu stabilisieren und die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu gewährleisten.