Joe Kaeser, der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Siemens, hat die dramatische Wandlung von Wladimir Putin über die Jahre hinweg beschrieben. Er reflektiert über mehrere Treffen mit dem russischen Staatsführer, insbesondere nach der Krim-Annexion im Jahr 2014.
Kaeser bemerkte eine „unglaubliche Veränderung“ bei Putin zwischen 2006 und 2020. Er identifiziert drei verschiedene Phasen von Putins Entwicklung: 2001, 2014 und 2020. Der dritte Putin, den Kaeser traf, war „bleich und richtiggehend zerfressen von Ideologie und Frustration“.
Kaeser kritisierte, dass Putin ihn „köstlich vorführt und benutzt“ hat. Diese Erfahrungen haben seinen Blick auf die Außenpolitik Russlands geprägt. Er äußerte auch, dass er nicht nach Moskau gereist wäre, wenn ihm klar gewesen wäre, wie sich Russland entwickeln würde.
Er glaubt, dass Putins Wandel mit der Einsicht zusammenhängt, dass Russland unter ihm abgerutscht ist. In seinen Worten: „Er war mit der Industrialisierung und mit der Neuordnung seines Landes gescheitert.“ Diese Einschätzung zeigt Kaesers tiefe Besorgnis über die Richtung, in die sich Russland bewegt.
Die Kritik an Putins Politik ist nicht neu. Viele Beobachter haben ähnliche Ansichten geäußert. Dennoch bleibt unklar, wie sich diese Veränderungen langfristig auf die internationale Zusammenarbeit auswirken werden.