Henrik Andersen, der Chef des Windkraftherstellers Vestas, warnt, dass die eigentliche Energiekrise in Europa erst noch bevorsteht. Die EU bleibt stark von Energieimporten abhängig.
Andersen äußerte seine Bedenken über die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf Europa. Er betonte die Notwendigkeit eines europäischen Energiemanagers.
Aktuell ist die EU zu 55 Prozent von Energieimporten abhängig. Diese hohe Abhängigkeit stellt ein Risiko für die Energiesicherheit dar.
Andersen kritisiert, dass die EU viel redet, aber wenig handelt. „Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird es lediglich eine neue EU-Richtlinie geben,“ sagte er. „Nach drei Jahren werden wir immer noch zu 55 Prozent abhängig von Energieimporten sein.“
Er fordert eine engere Überwachung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Europa hat sich an seinen Wohlstand gewöhnt und unterschätzt die Risiken.
Andersen stellte fest: „Die eigentliche Krise kommt erst noch.“ Er warnt davor, dass andere Regionen weiterhin die Energieversorgung Europas kontrollieren.
Die Diskussion um Energiesicherheit wird in den kommenden Monaten an Bedeutung gewinnen. Die EU muss ihre Strategien überdenken, um unabhängiger zu werden.