Nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump drängen EU-Mitgliedstaaten auf eine schnelle Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA, um höhere Zölle zu vermeiden. Die meisten EU-Staaten fordern einen baldigen Abschluss, da Trump angekündigt hat, die Einfuhrabgabe auf Autos und Lkw aus der EU von 15 auf 25 Prozent zu erhöhen.
Das Handelsabkommen mit den USA ist in der EU noch nicht beschlossen. Das Europäische Parlament hat die Verhandlungen bereits zweimal zurückgestellt. Die Zollanhebung könnte die deutschen Autobauer um rund 2,5 Milliarden Euro belasten. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Zollkosten auf 3,6 Milliarden Euro.
Markus Söder betonte: „Es sei jetzt sehr wichtig, dass Europa handelt. Denn Europa ist für die Zollpolitik zuständig.“ Er kritisierte die derzeitige Situation als anstrengend und wenig zielführend. Lars Klingbeil fügte hinzu: „Wir wollen keine Eskalation.“
Die EU-Kommission plant mehrere Schutzmaßnahmen in Reaktion auf Trumps Drohungen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat erklärt, dass die EU sich alle Optionen offen hält, um ihre Interessen zu schützen. Die EU weist den Vorwurf zurück, sich nicht an das Handelsabkommen zu halten.
Im August 2025 hatten sich Trump und von der Leyen auf eine Zollobergrenze von 15 Prozent geeinigt. Beobachter erwarten nun eine zügige Ratifizierung des Abkommens, um die drohenden Zollanhebungen abzuwenden.