Die Bundesregierung plant eine umfassende Gesundheitsreform, die Einsparungen von 16,3 Milliarden Euro bringen soll, während gleichzeitig die Krankenkassenbeiträge stabil gehalten werden sollen.
Die Reform wurde von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) initiiert. Sie zielt darauf ab, die Krankenkassenbeiträge bei 14,6 Prozent zu halten. Die kostenlose Mitversicherung von Familien soll eingeschränkt werden.
Außerdem werden die Zuzahlungen für Medikamente in der Apotheke erhöht. Einzelne Kassenleistungen, wie die Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs, sollen wegfallen. Die Vergütungen für Ärzte, Krankenhäuser und Pharmahersteller sollen gedeckelt werden.
Wichtige Details der Reform:
- Die gesetzliche Krankenversicherung hat ein Defizit von 15 Milliarden Euro.
- Eine Zuckerabgabe auf gesüßte Getränke soll ab 2028 eingeführt werden und Einnahmen von 450 Millionen Euro generieren.
- Der Bundeszuschuss an den Gesundheitsfonds wird in den Jahren 2027 bis 2030 um 2 Milliarden Euro gesenkt.
Nina Warken betonte: „Die enormen Herausforderungen können nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung unter Einbezug aller Beteiligten bewältigt werden.“ Friedrich Merz fügte hinzu: „Jetzt gibt es keinen Spielraum mehr, weitere Korrekturen nach unten vorzunehmen.“
Die SPD äußerte Bedenken bezüglich der ungleichen Verteilung der Lasten der Reform zu Lasten der Versicherten. Die Reform soll noch vor der Sommerpause vom Bundestag verabschiedet werden.