Russland zeigt kaum Interesse daran, eigene Kriegsgefangene zurückzuerhalten. Stattdessen fragt es aktiv nach nordkoreanischen Soldaten. Ein neuer Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland sieht die Freilassung von je 1.000 Kriegsgefangenen vor.
Die Ukraine muss Russland mitunter überzeugen, eigene Staatsbürger im Gefangenenaustausch zurückzunehmen. Eine Ausnahme bilden nordkoreanische Soldaten, zu deren Austausch Russland mehrfach angefragt hat. Der türkische Außenminister bezeichnete die Gefangenenaustausche als „vertrauensbildende Maßnahmen“.
Wichtige Fakten:
- Der Austausch soll in mehreren Etappen abgewickelt werden.
- Vorangegangene Austausche fanden am 11. April (je 175 Soldaten) und am 24. April 2026 (je 193 Soldaten) statt.
- Der Austausch wird traditionell an der Grenze zur Ukraine im Norden des Landes abgewickelt.
Dieser Prozess gilt als humanitärer Fortschritt und Signal für minimale Kommunikation zwischen den Kriegsparteien. In Syrien stockt der Austausch von Gefangenen zwischen den Demokratischen Kräften Syriens und der syrischen Übergangsregierung seit Wochen.
Bohdan Okhrimenko sagte: „Die Ukraine müsse Moskau mitunter sogar dazu bewegen, eigene Staatsbürger im Rahmen von Gefangenenaustauschen zurückzunehmen.“ Familien von gefangenen Kämpfern protestieren täglich und fordern die Freilassung ihrer Angehörigen.