Am 6. April 2026, kurz vor dem German Darts Grand Prix in München, äußerten Gary Anderson und Jonny Clayton ihre Unzufriedenheit über die langen Wartezeiten an Flughäfen. Diese Situation hat zu Überlegungen geführt, die European Tour zu boykottieren. Die Spieler sind frustriert über die Umstände, die durch die Auswirkungen des Brexit verschärft wurden, und die PDC Europe hat Verständnis für die Bedenken, bleibt jedoch gelassen.
Anderson, der nicht am German Darts Grand Prix teilnahm, begründete seine Abwesenheit mit einer dreieinhalbstündigen Wartezeit an der Zollkontrolle in Polen. Diese Erfahrung hat ihn dazu veranlasst, sich auf größere Turniere zu konzentrieren, anstatt an der European Tour teilzunehmen. „Reisen ist schwer genug. Aber dreieinhalb Stunden an der Grenze zu stehen – das ist einfach zu viel,“ sagte Anderson.
Die PDC Europe hat die Bedenken der Spieler zur Kenntnis genommen, doch der Geschäftsführer Werner von Moltke erklärte: „Boykott ist ein großes Wort. Es sind Leute, die aus der Verärgerung etwas herauslassen und das geht immer sehr schnell.“ Diese Aussage deutet darauf hin, dass die PDC die Situation als vorübergehend betrachtet und hofft, dass sich die Umstände bald verbessern werden.
Zusätzlich zu Andersons Problemen hatte auch Michael Smith Schwierigkeiten bei der Einreise nach Deutschland, was die Sorgen um die Reisebedingungen für Spieler weiter verstärkt. Die langen Wartezeiten an den Grenzen sind ein direktes Ergebnis der neuen Regelungen nach dem Brexit, die die Einreise für britische Staatsbürger erschwert haben.
Der German Darts Grand Prix, der in München stattfindet, hat ein Gesamtpreisgeld von 230.000 Pfund, was ihn zu einem der bedeutendsten Turniere im Darts-Kalender macht. Der Sieger erhält 35.000 Pfund, während der Zweitplatzierte 15.000 Pfund erhält. Auch die Spieler, die bis ins Halbfinale vordringen, können mit 10.000 Pfund rechnen, während die Viertelfinalisten 8.000 Pfund und die Spieler, die das Achtelfinale erreichen, 5.000 Pfund erhalten.
Die aktuellen Entwicklungen sind für die Spieler von großer Bedeutung, da sie nicht nur die Teilnahme an zukünftigen Turnieren beeinflussen, sondern auch die finanzielle Situation der Athleten. Ein Boykott könnte erhebliche Auswirkungen auf die European Tour haben und die PDC Europe unter Druck setzen, Lösungen für die Reiseprobleme der Spieler zu finden.
Anderson hat betont, dass er sich auf die großen Turniere konzentrieren möchte, und seine Entscheidung, die European Tour zu boykottieren, könnte als Signal an die PDC Europe verstanden werden, dass Veränderungen notwendig sind. „Es ist das größte Turnier des Jahres. Irgendwie fügt sich dort immer alles. Frag mich nicht warum – vielleicht ist es einfach Glück,“ sagte Anderson und unterstrich damit die Bedeutung der großen Events für die Spieler.
Die Situation bleibt angespannt, und es bleibt abzuwarten, wie die PDC Europe auf die Drohungen von Anderson und Clayton reagieren wird. Details bleiben unbestätigt, aber die Spieler haben bereits deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sind, die aktuellen Reisebedingungen zu akzeptieren.