Vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens war Feneberg Lebensmittel GmbH als Deutschlands größter selbstständiger Edeka-Händler bekannt. Das Unternehmen betrieb 72 Filialen und beschäftigte rund 3000 Mitarbeiter. Trotz der Herausforderungen in den letzten Jahren gab es die Erwartung, dass Feneberg seine Geschäfte stabilisieren könnte.
Am 1. April 2026 hat das Amtsgericht Kempten jedoch das Insolvenzverfahren für Feneberg eröffnet. Dies markiert einen entscheidenden Wendepunkt für das Unternehmen, das mit Schulden in Höhe von rund 200 Millionen Euro konfrontiert ist. Die Geschäftsführung, bestehend aus Amelie und Christof Feneberg, bleibt in Eigenverwaltung und führt den Betrieb weiter, während der Sachwalter Martin Hörmann die Abläufe überwacht.
Die Eröffnung des Verfahrens hat unmittelbare Auswirkungen auf die Mitarbeiter und die Filialen. Alle 72 Filialen bleiben geöffnet und werden weiterhin beliefert, was für die Kunden eine wichtige Nachricht ist. Ein Gläubigerausschuss spielt eine zentrale Rolle im Insolvenzverfahren, und die Gläubigerversammlung zur Abstimmung über den Insolvenzplan ist für den 10. Juni terminiert.
Die Geschäftsführung hat bereits seit Januar Verhandlungen mit potenziellen Investoren aufgenommen, um eine langfristige Neuausrichtung des Unternehmens zu erreichen. Amelie Feneberg äußerte: „Unser Ziel ist es weiterhin, um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen und für unsere Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter die beste Lösung zu finden.“
Experten wie Stephan Leibold bemerken, dass „in den letzten Jahren bei Feneberg vieles angestoßen wurde, allerdings nicht alles konsequent zu Ende gebracht.“ Diese Einschätzung könnte die Herausforderungen des Unternehmens in den letzten Jahren verdeutlichen und die Notwendigkeit eines strukturellen Wandels unterstreichen.
Die nächsten Schritte im Insolvenzverfahren werden entscheidend sein, um die Zukunft von Feneberg zu sichern. Details bleiben unbestätigt, aber die Entwicklungen in den kommenden Wochen könnten die Richtung des Unternehmens maßgeblich beeinflussen.