WM 2026: Diese Zahlen von England gegen Argentinien sind ein Albtraum! - BILD
Englands Halbfinal-Aus bei der WM 2026
Die englische Nationalmannschaft ist im Halbfinale der WM 2026 gegen Argentinien ausgeschieden. Nach einer 1:0-Führung, erzielt durch Anthony Gordon in der 55. Minute, gab das Team von Trainer Thomas Tuchel die Partie noch aus der Hand und verlor mit 1:2. Dieses Ergebnis beendete den Traum der „Three Lions“ vom ersten WM-Titel seit 1966.
Nach Gordons Führungstreffer änderte sich das Spielgeschehen drastisch. Zwischen der 55. Minute und dem späten Siegtreffer von Lautaro Martínez in der Nachspielzeit hatte England nur noch zwölf Prozent Ballbesitz. In dieser Phase spielte Argentinien fast ausschließlich und schnürte England am eigenen Strafraum ein. Insgesamt spielte England nach der Führung lediglich 73 Pässe, Argentinien hingegen fast viermal so viele.
Auch offensiv konnte England mit Spielern wie Harry Kane und Jude Bellingham kaum noch Akzente setzen. Im Vergleich dazu verzeichnete Argentinien mit Lionel Messi 18 Ballkontakte im englischen Sechzehner und einen Expected-Goals-Wert von 1,78.
Tuchels taktische Entscheidungen in der Kritik
Trainer Thomas Tuchel reagierte auf den Kontrollverlust mit Wechseln und brachte mit Ezri Konsa, Nico O’Reilly und Dan Burn drei Defensivspieler. Zeitweise standen zwischen der 82. Minute und dem Schlusspfiff sogar sechs Verteidiger auf dem Platz. Trotz dieser Umstellung gelang Enzo Fernández in der 85. Minute der Ausgleich, bevor Lautaro Martínez nach einer Flanke von Lionel Messi in der Nachspielzeit den Siegtreffer zum 2:1 erzielte.
Die taktischen Entscheidungen Tuchels nach der Führung führten zu harscher Kritik von Fans, ehemaligen Nationalspielern und der Presse. Der deutsche Coach wurde für seine Einwechslungen und die Umstellung auf eine Fünfer-Abwehrkette kritisiert. Ehemalige Spieler wie Kyle Walker und Chris Sutton äußerten Bedenken hinsichtlich der defensiven Ausrichtung. Joe Cole forderte sogar die Entlassung Tuchels und sprach sich für einen englischen Trainer aus.
Auch internationale Fußballpersönlichkeiten wie Thomas Müller und Iker Casillas kritisierten die Spielweise Englands nach der Führung. Müller äußerte sein Unverständnis darüber, wie England Argentinien zu so vielen Flanken einladen konnte, während Casillas den Ansatz als „feige“ bezeichnete. Viele Kritiker hätten sich nach der 1:0-Führung mehr Mut von Tuchel gewünscht.
Tuchels Zukunft und königliche Reaktion
Trotz der Kritik muss Thomas Tuchel um seinen Job wohl nicht bangen. Sein Vertrag wurde erst im Februar bis 2028 verlängert, um die Mannschaft bis zur Heim-Europameisterschaft zu führen. Nach Medienberichten sieht der Verband keinen Grund, den eingeschlagenen Weg zu verlassen. Auch Tuchel selbst zeigte sich nicht rücktrittswillig und übernahm die Verantwortung für die Niederlage, betonte aber auch, dass das Erreichen des Halbfinales eine Leistung sei.
Das WM-Aus enttäuschte nicht nur Millionen von Fans, sondern auch die britische Königsfamilie. Prinz William, Schirmherr des englischen Fußballverbands, zeigte sich „am Boden zerstört“ und würdigte den Einsatz der „Three Lions“. Er schrieb in einer Instagram-Story: „England, ihr habt alles gegeben und wir sind alle so stolz auf euch.“ Auch die Royal Family meldete sich zu Wort und sprach Harry Kane und dem Team ihr Mitgefühl aus, betonte aber, dass sie der Stolz einer Nation bleiben würden.
England wird im Spiel um Platz drei gegen Frankreich antreten. Ob Prinz William oder andere Mitglieder der Königsfamilie nach Miami reisen werden, um das Team zu unterstützen, ist bisher nicht bekannt.
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Source: bild.de