WM 2026: Falklandinseln äußern sich zu argentinischem Banner-Eklat
Die Regierung der Falklandinseln hat den Weltfußballverband FIFA aufgefordert, Maßnahmen gegen die argentinischen Spieler zu ergreifen. Dies geschieht nach einer politischen Botschaft, die diese im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft zeigten. Nach dem 2:1-Sieg gegen England in Atlanta präsentierten argentinische Spieler ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ („Die Falklandinseln sind argentinisch“).
Die FIFA verbietet Spielern und Offiziellen, politische Botschaften im Umfeld von WM-Spielen zu zeigen. Die Regierung der Falklandinseln erklärte in einer Mitteilung, sie erwarte, dass die FIFA ihr Versprechen einhalte, Politik aus dem Sport herauszuhalten. Entsprechend sollen alle derartigen Verhaltensweisen gemäß den eigenen Regeln geahndet werden.
Das Parlament der Inselgruppe im Südatlantik richtete zudem einen öffentlichen Brief an das Disziplinarkomitee der FIFA. Auch die britische Regierung hatte zuvor eine Untersuchung durch den Weltverband gefordert. Die FIFA teilte mit, dass die Disziplinarkommission den Spielbericht prüfen wird.
Reaktionen auf das Banner
Argentiniens Präsident Javier Milei verteidigte die Aktion der Spieler. Er äußerte in einem Radiointerview, dass es sich um ein Gefühl handele, das alle Argentinier teilen würden. Er bezeichnete es als absolut legitim und zulässig, dass die Spieler dies ausdrücken wollten. Gleichzeitig betonte er, dass ein Fußballspiel nur ein Fußballspiel sei und nicht mehr.
Milei erklärte, dass die Zukunft der Falklandinseln an anderer Stelle entschieden werden müsse. Er bekräftigte den argentinischen Anspruch auf die Inseln und kündigte an, diese mit diplomatischen Mitteln zurückzugewinnen. Die britische Regierung reagierte verärgert auf das Banner und forderte eine Untersuchung durch die FIFA.
Wirtschaftsminister Kyle betonte, dass Politik aus dem Fußball herausgehalten werden müsse. Die Falklandinseln, auch bekannt als Malwinen, sind eine Inselgruppe im südlichen Atlantik, etwa 400 Kilometer östlich der argentinischen Südküste. Geografisch gehören sie zu Südamerika, sind aber ein britisches Überseegebiet.

Der Anspruch Argentiniens auf die Inseln führte 1982 zum Falklandkrieg zwischen Argentinien und Großbritannien. Dieser bewaffnete Konflikt forderte Hunderte von Todesopfern. Die Inseln stehen seit 1833 ununterbrochen unter britischer Verwaltung.
Finale und weitere Entwicklungen
Im WM-Finale trifft Titelverteidiger Argentinien am Sonntag in East Rutherford bei New York auf Europameister Spanien. England spielt am Samstag gegen Frankreich um den dritten Platz. Ein deutscher Schiedsrichter, Bastian Dankert, wird als Video-Assistent im Finale eingesetzt. Er wird den Slowenen Slavko Vincic unterstützen, der sein erstes WM-Finale leiten wird.
Dankert ist ein erfahrener Video-Schiedsrichter und das Finale ist sein zwölfter Einsatz bei diesem Turnier in Kanada, Mexiko und den USA. Argentiniens Präsident Javier Milei wird das WM-Finale aus Aberglauben nicht im Stadion verfolgen. Er plant, das Spiel von seinem Amtssitz in der Provinz Buenos Aires aus zu verfolgen, wie er es bei den bisherigen Partien der argentinischen Nationalmannschaft getan hat.
Zu seiner Glücksroutine gehört es, bei den Spielen stets dieselbe Jacke zu tragen. Während des Achtelfinals gegen die Schweiz (3:1 nach Verlängerung) zog er sie kurz aus, woraufhin ein Gegentor fiel. Seitdem hat er sie nicht mehr ausgezogen.
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Source: web.de