Am 22. März 2026 hat Doris Schröder-Köpf, Mitglied des Niedersächsischen Landtags, den Rücktritt von Lars Klingbeil und Bärbel Bas gefordert. Diese Forderung folgt auf die schlechten Wahlergebnisse der SPD in Rheinland-Pfalz, die die Partei unter Druck setzen.
Schröder-Köpf, die von 2013 bis 2022 Niedersachsens Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe war, äußerte sich klar zu den Verantwortlichkeiten innerhalb der SPD. „An der SPD-Spitze sehe ich – als alleinige Vorsitzende – die erfolgreiche Ministerpräsidentin Anke Rehlinger,“ sagte sie und stellte damit die aktuelle Führung in Frage.
Die SPD hat in den letzten Jahren mit anhaltenden Wahlverlusten zu kämpfen, wobei die Umfragewerte seit 2018 zwischen 15 und 16 Prozent schwanken. Der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer kritisierte die Parteiführung und bemerkte: „Die Parteispitze hat bisher keine ausreichenden Antworten gefunden.“
In der aktuellen Situation, in der nur 12 Prozent der SPD-Mitglieder durch Juso-Mitglieder vertreten sind, wird der Druck auf die Führungsebene immer größer. Türmer forderte deutliche Reaktionen, um dem Niedergang der SPD entgegenzuwirken: „Es muss jetzt deutliche Reaktionen geben, wenn man dem Niedergang der SPD nicht tatenlos zuschauen will.“
Lars Klingbeil, der seit Dezember 2021 Co-Vorsitzender der SPD ist, räumte seine Verantwortung für die Leistung der Partei ein und sagte: „Natürlich trage ich Verantwortung.“ Dies zeigt, dass die interne Kritik an der Parteiführung angekommen ist.
Zusätzlich schlug Doris Schröder-Köpf vor, dass Boris Pistorius, mit dem sie bis Mitte 2022 in einer Beziehung war, als möglicher Nachfolger für Klingbeil als Vizekanzler in Betracht gezogen werden sollte. Diese Äußerung könnte die Diskussion über zukünftige Führungswechsel innerhalb der SPD weiter anheizen.
Die Reaktionen auf die Forderungen von Schröder-Köpf und die internen Spannungen innerhalb der SPD werden in den kommenden Tagen genau beobachtet. Die Partei steht vor der Herausforderung, sich neu zu positionieren und auf die Kritik ihrer Mitglieder zu reagieren.
Details bleiben unbestätigt.