„Ich war völlig geschockt und am Boden zerstört“, sagte Basel Gawish, dessen Asylantrag vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgelehnt wurde. Gawish, der seit zwei Jahren in Deutschland lebt und nahezu perfekt Deutsch spricht, ist als Zahnarzt in Bühl tätig.
Die Situation von Gawish hat eine Petition mit dem Titel „Basel muss bleiben!“ ausgelöst, die bereits fast 30.000 Unterschriften gesammelt hat, um seine Abschiebung zu verhindern. Die Debatte um seine mögliche Rückführung fällt in einen größeren Kontext, in dem die deutsche Regierungskoalition plant, eine große Anzahl der fast 950.000 Syrer, die derzeit in Deutschland leben, zur Rückkehr zu bewegen.
Friedrich Merz, der Vorsitzende der CDU, äußerte sich dazu und erklärte, dass 80 % der Syrer in Deutschland repatriiert werden sollten. Diese Aussage hat in der Öffentlichkeit für Aufsehen gesorgt und die Diskussion über die Integrationspolitik in Deutschland neu entfacht.
Marie Walter-Franke, eine Sprecherin der Sozialdemokratischen Partei (SPD), betonte, dass die Abschiebung gut integrierter Personen wie Gawish leichter durchzuführen sei. „Was mich stört, ist die zugrunde liegende Botschaft, die im Wesentlichen allen Ausländern sagt: ‚Ihr seid hier nicht willkommen.'“
Ein Drittel der Syrer, die derzeit in Deutschland leben, sind Minderjährige, die zur Schule gehen. Dies wirft Fragen über die Auswirkungen der geplanten Rückführungen auf die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt auf. Details bleiben unbestätigt.
Die Organisation „Grannies Against the Right“ hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet und fordert, dass gut integrierte Flüchtlinge nicht abgeschoben werden sollten. Nadja Glatt, eine Aktivistin, sagte: „Es macht keinen Sinn, solche Menschen abzuschieben. Es ist völlig verrückt und einfach rücksichtslos.“
Die Diskussion um die Abschiebung von Gawish und anderen syrischen Flüchtlingen wird voraussichtlich weitergehen, während die Bundesregierung ihre Pläne zur Rückführung von Flüchtlingen konkretisiert.