Christoph Heusgen kritisiert den geplanten Abzug von 5000 US-Soldaten aus Deutschland. Er warnt, dass dieser Schritt den USA selbst schaden könnte. Der Abzug soll in den nächsten sechs bis zwölf Monaten erfolgen.
Derzeit sind rund 39.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert. In ganz Europa befinden sich aktuell etwa 86.000 US-Soldaten. Heusgen betont, dass die US-Soldaten in Deutschland amerikanischen Interessen dienen.
Die US-Kommandos für Europa und Afrika sind ebenfalls in Deutschland stationiert. Ein bedeutender Luftstützpunkt für die logistische Versorgung amerikanischer Truppen befindet sich in Ramstein. Zudem steht ein lebenswichtiges Militärkrankenhaus für US-Einsatztruppen in Landstuhl.
Heusgen äußerte sich auch zur Reaktion von Donald Trump auf die Kritik am Truppenabzug. Er bezeichnete diese als die eines Egozentrikers, der keine Kritik verträgt: „Es ist die Reaktion eines Egozentrikers, der keine Kritik verträgt.“
Trump hatte bereits während seiner ersten Amtszeit mit der Verringerung amerikanischer Truppen in Europa gedroht. Doch am Ende waren mehr US-Soldaten in Europa stationiert als zu Beginn von Trumps Amtszeit.
Heusgen empfiehlt Gelassenheit gegenüber Trumps Drohungen: „Wir sollten nicht über jedes Stöckchen springen, das Trump uns hinhält.“ Er glaubt, dass mit dem Abzug amerikanischer Truppen die USA sich selbst schaden würden.