Der Erreger des Borna Virus ist bei Tieren seit Langem bekannt, jedoch wurde erst 2018 nachgewiesen, dass das Borna Disease Virus 1 (BoDV-1) auch auf Menschen übertragbar ist. Aktuell ist ein Mensch im Landkreis Erding, Bayern, an dem Virus erkrankt. Die Übertragung des Virus erfolgt hauptsächlich durch Feldspitzmäuse, die in der Region verbreitet sind.
Infektionen mit dem Borna Virus sind in Deutschland äußerst selten. Jährlich werden weniger als zehn Fälle gemeldet, wobei ein Großteil dieser Fälle in Bayern auftritt. Die Erkrankung ist seit 2020 meldepflichtig, was bedeutet, dass Gesundheitsbehörden wie das Gesundheitsamt Erding und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit über neue Fälle informiert werden müssen.
Die Übertragung auf den Menschen erfolgt vermutlich durch Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Tiere. Dazu zählen Kot, Urin, Speichel und Haut. Im vergangenen Jahr gab es mehrere Todesfälle in Bayern, die auf das Borna Virus zurückzuführen sind, darunter eine 57-jährige Person im Landkreis Tirschenreuth und zwei Personen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.
Die Symptome der Erkrankung sind oft schwerwiegend und können zu tödlichen Gehirnentzündungen führen. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt und beinhalten antivirale sowie immunsuppressive Therapieansätze. Die Symptome werden in der Regel durch eine überschießende Immunreaktion des Körpers ausgelöst.
Die Gesundheitsbehörden haben bereits auf den neuen Fall reagiert und betonen die Wichtigkeit der Aufklärung über das Borna Virus und dessen Übertragungswege. Experten warnen, dass die Infektion in den meisten Fällen lebensbedrohlich verläuft.
Die Situation wird weiterhin genau beobachtet, und es wird erwartet, dass die Gesundheitsbehörden zusätzliche Maßnahmen zur Überwachung und Prävention ergreifen werden. Details bleiben unbestätigt.