Formel 1 in Budapest: - SZ.de
Aston Martin vor dem Ungarn-Grand-Prix
Aston Martin bringt für den Großen Preis von Ungarn umfassende Updates an seinen Fahrzeugen zum Einsatz. Nach einer herausfordernden Saison, in der das Team aus Silverstone mit Problemen zu kämpfen hatte, sollen diese Neuerungen eine Wende einleiten. Fernando Alonso und Lance Stroll werden mit zwei überarbeiteten Chassis an den Start gehen. Die Arbeiten in der Garage liefen bis zuletzt intensiv, um die Fahrzeuge für das erste freie Training am Freitagmorgen bereitzustellen.
Mike Krack, Chief Trackside Officer, äußerte sich zuversichtlich, dass beide Autos in der neuen Spezifikation einsatzbereit sein werden. Er betonte, dass für den Notfall auch Ersatz-Chassis in der alten Ausführung vor Ort sind. Die Zeitplanung war eng, da erst in der Vorwoche in Spa gefahren wurde. Krack erklärte, dass es sich um ein „signifikantes Aero-Update“ handelt, bei dem der Fokus auch auf der Gewichtsreduktion lag. Motor und Getriebe bleiben unverändert.
Herausforderungen und Erwartungen
Die erste Saisonhälfte war für Aston Martin von Rückschlägen geprägt. Das Team ließ den Shakedown aus und verpasste bei den Wintertests in Bahrain viel Zeit auf der Strecke aufgrund von Zuverlässigkeitsproblemen. In den ersten beiden Rennen fielen beide Autos aus. Erst in Japan erreichte Alonso als 18. die Ziellinie, und in Miami beendeten erstmals beide Aston Martin-Boliden gemeinsam ein Rennen. Ein kleiner Lichtblick war Alonsos zehnter Platz in Monaco, der jedoch eher auf das Pech anderer Teams zurückzuführen war.
Trotz der Schwierigkeiten zeigte sich Fernando Alonso optimistisch hinsichtlich der Fähigkeit des Teams, Probleme zu beheben. Er äußerte, dass Adrian Newey, das Design-Genie, früher oder später das beste Auto im Feld bereitstellen werde, auch wenn dies Zeit in Anspruch nehmen könnte. Alonso betonte, dass er sich frisch, motiviert und schnell fühle, aber auch den Spaß an seiner Tätigkeit bewahren müsse, da er nicht mehr dasselbe Adrenalin wie früher spüre.
Die Einführung der Updates in Budapest ist ein wichtiger Schritt für Aston Martin. Krack mahnte zur Geduld und einem entsprechenden Erwartungsmanagement. Das Ziel sei es, mit beiden Autos die Ziellinie zu überqueren und wieder um Positionen zu kämpfen. Er stellte klar, dass es sich nicht um ein „Alles-oder-Nichts-Wochenende“ handelt. Nach der Sommerpause soll in Zandvoort zusätzlich zur veränderten Aerodynamik ein neuer Motor von Honda hinzukommen.
Alonsos Zukunft und die Rolle von Adrian Newey
Über einen möglichen Abschied von Fernando Alonso aus der Formel 1 wurde in letzter Zeit spekuliert. Der 44-jährige Spanier, dessen Vertrag offiziell zum Saisonende ausläuft, deutete jedoch am Donnerstag vor dem Großen Preis von Ungarn einen Verbleib an. Er erklärte, dass er einen Vertrag habe und nicht wechseln werde. Diese Aussage erfolgte, obwohl Aston Martin seinen Verbleib noch nicht bestätigt hat.
Alonso vertraut weiterhin auf das Team und insbesondere auf Adrian Newey. Er ist überzeugt, dass alle Probleme behoben werden können und dass Newey früher oder später ein konkurrenzfähiges Auto entwickeln wird. Die „mutige Entwicklungsrichtung“, die Newey vorgegeben hatte, sei notwendig gewesen, da keine Zeit für den Vergleich mehrerer Konzepte blieb. Die Erwartungen an Newey sind hoch, die Wende einzuleiten. Krack und Hondas Formel-1-Chefingenieur Shintaro Orihara trafen sich am Donnerstag, um die geplanten Änderungen zu erläutern und betonten die Notwendigkeit, schnell zu lernen, um wieder ins Renngeschehen eingreifen zu können.
Die Einführung der neuen Komponenten in Budapest und der geplante Honda-Motor nach der Sommerpause sollen die sportliche Krise des Teams beenden. Alonso hatte nach zehn Rennen nur einen Punkt gesammelt, was weder seinen Ansprüchen noch den Ambitionen von Team-Boss Lawrence Stroll entspricht. Die spanische Fußball-Nationalmannschaft siegte 1:0 gegen zehn Argentinier und schoss das entscheidende Tor in der Verlängerung.

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Source: sueddeutsche.de